Über 11 Millionen Aufrufe seit März 2014

Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine Mail.

Hauptseite

Aus Zauber-Pedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
» Dass der Taschenspieler einen überragenden Platz zugewiesen erhielt, ist ein Beweis dafür, dass man sein Täuschungswerk nicht nur befriedigt hinnahm, sondern auch der bildenden Gestaltung für wert erachtete. – Kurt Volkmann im Vorwort zur Publikation Das Becherspiel «

Willkommen bei der deutschsprachigen Zauber-Enzyklopädie

Zauber-Pedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie zum Thema Zauberkunst. Sie ist öffentlich zugänglich und ein Wiki, bei dem jeder mitmachen kann. Die Zauberei ist eine der ältesten Kunstformen, die seit Jahrhunderten die Menschen erfreut. Zweckfrei, verblüffend und kreativ. In der ZauberPedia findet man zahlreiche Information über diese wunderbare Kunst. Sie wird von Liebhabern und Berufszauberkünstlern auf der ganzen Welt ausgeübt.

Seit März 2014 sind insgesamt 22.366 Eintragungen mit 12.810 eigenständigen Beiträgen entstanden. Man findet hier Artikel zu bekannten Zauberkünstlern, zu Kunststücken, zur Zauber-Geschichte und zu Literatur. Wichtiger Hinweis zu den Abbildungen, speziell zu den Fotos von Wittus Witt: diese stehen zwar unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 und sind frei benutzbar, aber dennoch sind sie gesetzlich geschützt und somit nicht gemeinfrei. Weitere Informationen hier.

Die Zauber-Pedia wird unterstützt vom Verlag Magische Welt und seit Mai 2019 vom Dachverband der Schweizer Zaubervereine MRS (Magischer Ring der Schweiz).

Zauberhaftes der Woche

Artikel der Woche

Der Goethe-Zauberkasten, Foto: W. Witt

Ein Zauberkasten (englisch: Magic Set oder Box of Magic, Box of Tricks) ist eine Schachtel oder ein Karton, aus Holz oder Pappe, in dem eine Anzahl Zauberkunststücke verpackt sind. Dazu gibt es ein Heft mit den erforderlichen Trickbeschreibungen und Erklärungen, sowie die zur Ausführung erforderlichen Zauberutensilien.

Gedacht waren und sind diese Kästen vor allem für Kinder. Viele Zauberer hatten in den vergangenen Jahrhunderten ihre ersten Begegungen mit der Zauberei durch solche Zauberkästen.

Inzwischen wurden Zauberkästen auch begehrte Sammlerobjekte.

Spätestens seit der Herausgabe des Periodikums A-B-C of Magic Sets im Jahre 1980 hat sich zunehmend der Ausdruck Zauberset etabliert. Eine Aufstellung von Zaubersets gibt es hier: Zauberkästen

Zauberkünstler kennt man zwar seit vielen Jahrhunderten, aber niemand weiß genau, wann sie zum ersten Mal auftraten. Eines der ältesten Zauberkunststücke ist das Becherspiel. Man findet es viele Jahrhunderte lang in Asien und in Europa. Drei kleine Kugeln wandern auf geheimnisvolle Weise unter drei Bechern hin und her. Dabei durchdringen sie die Becherböden oder erscheinen bzw. verschwinden urplötzlich darunter.
Ein Taschenspieler des 18. Jahrhunderts
Abbildung aus dem Bestelmeier Katalog von 1803, hier vom Nachdruck der Editiion Olms AG, Zürich 1979

Dieses Spiel hat im Laufe der Jahrhunderte bis zur heutigen Zeit nichts von seiner Attraktivität verloren. In Frankreich prägte gerade dieses Kunststück die Berufsbezeichnung der Zauberkünstler, die Escamoteure genannt werden, abgeleitet vom Verb escamoter = [kleine Kugeln] erscheinen und verschwinden lassen. Zum Repertoire der meisten Zauberer gehörte besagtes Becherspiel. So ist es nicht verwunderlich, dass das Becherspiel auch in den verschiedenen Zauberkästen immer wieder zu finden ist. Die früheste schriftliche Erwähnung eines Zauberkastens kann man in einem Katalog aus dem Jahre 1803 finden. Georg Hieronimus Bestelmeier aus Nürnberg bot in seinem Magazin von verschiedenen Kunst- und anderen nützliche Sachen 1111 verschiedene Produkte an. Unter der Nr. 739 wird ein Taschenspielers-Apparat aufgeführt. Die damaligen Zauberkünstler bewahrten ihre Utensilien in Taschen auf, die sie um die Schulter oder Hüfte trugen und so im wahrsten Sinne des Worte aus der Tasche heraus spielten. Man nannte sie also mit Recht Taschenspieler. Auch das Wort Apparat muß hier im alten, ursprünglich lateinischen Sinne verstanden werden: apparatus = Ausrüstung, wohl ausgerüstet, prächtig ausgestattet. Die Bezeichnung Taschenspieler-Apparat wird viele Jahre hindurch beibehalten. Etwa im letzten Drittel des 19. Jahrhundert taucht der Begriff Zauberkasten auf, der bis zum heutigen Tage gebraucht wird, obwohl es sich kaum mehr um „Kästen“ handelt. Die Zauberkästen trugen dazu bei, daß die Kunst der Täuschung zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch populärer wurde. Zwar erschien das erste Zauberbuch The Discoverie of Witchcraft bereits 1584, aber erst mit den Zauberkästen konnten die Geräte dazu en bloc gekauft werden. Zielgruppe waren in erster Linie Kinder. Wie häufig in der Spielzeugwelt wurde damit das Tun der Erwachsenen (Zauberkünstler) imitiert. Ein frühes Beispiel hierfür ist der im Katalog der Sammlung Kippenberg, 1. Band, Insel-Verlag Leipzig, 1928, aufgeführte Spielzeugkasten der Enkel Goethes.

»Es ist bekannt, dass Goethe die Taschenspielerkunststückchen seiner Enkel als „ein herrliches Mittel zur Ubung in freier Rede und Erlangung einiger körperlichen und geistigen Gewandtheit“ gern sah [vgl. Eckermanns „Gespräche mit Goethe“ ed. Houben, S. 600f.] und durch Geschenke förderte. So bat er am 2. November 1830 Marianne von Willemer um Besorgung eines Kästchens, „worin mancherley Geräthschaften zu Taschenspieler-Künsten mit Anweisung zum Gebrauch beysammen“ seien, „wie es einem Anfänger, einem Knaben von 12 Jahren genügen könnte“. Am 19. Dezember dankte er „für die gefällige schnelle Besorgung“ und sandte gleichzeitig den Betrag für den Taschenspielerapparat, der 8ft. 30kr. kostete und hier vorliegt. [Die Anweisungen zum Gebrauch sind mit dem Anfangsbuchstaben A des Namens des Lieferanten Albert gezeichnet.] « 

 – Zum Artikel ...

Neueste Artikel

Weitere neue Artikel

Weitere Themenbereiche

Neue Bilder

Heute am 20. September

Der 20. September ist der 263. Tag des gregorianischen Kalenders (der 264. in Schaltjahren), somit bleiben 102 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Geboren

Gestorben


Aktuell und demnächst

  • WittKopf.jpgWittus Witt Galerie-W Der Zauber-Salon Hamburg ist wieder geöffnet. Nächste Vorstellung: Freitag, 24. September 2021, um 21:00 Uhr, Einlass um 20:15 Uhr.


Kongresse, Treffen, Veranstaltungen


2022

Mein liebstes Stück

Sutterini.jpg
Sutterini

Ergänzende Onlinelexika