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Milchkrug

Aus Zauber-Pedia
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Der Zauberer gießt Milch in eine Papiertüte, aus der die Milch anschließend verschwindet

Die Bezeichnung Milchkrug (auch unter der englischen Bezeichnung Milkpitcher und Milk Pitcher bekannt) beschreibt ein Zauberutensil, das auf den ersten Blick wie ein mit Milch gefüllter, transparenter Krug ausschaut. Allerdings ist er deart konstruiert, dass die angebliche Menge Milch aus dem Krug verschwinden kann. D. h. der Krug wird scheinbar entleert und dabei verschwindet die Milch sichtbar aus dem Krug. Ebenso kann sich der Krug wieder mit der Milch füllen.

Geschichte

Es kommt keine wirkliche Milch zum Einsatz, sondern eine Flüssigkeit, die Milch vortäuscht. Der Milchkrug taucht zum ersten Mal um 1944/1945 in der Zauberliteratur auf. Er wird dem US-amerikanischen Zauberkünstler Richard Himber zugeschrieben und wurde anfangs auch entsprechend als Himbermilk Pitcher bezeichnet. Der Zauberkünstler Hen Fetsch nannte den Krug auch The Vanishing Milk Pitcher.

Das Grundprinzip hierzu wurde bereits 1914 von dem Zauberkünstler Roy Enoc kreiert und unter dem Titel The Filtering Ink Experiment beschrieben.[1]

Ablauf

Der Vorführende zeigt ein Zeitungsblatt vor, das er zu einer Tüte formt, anschießend „gießt“ er aus einem mit Milch gefüllten Krug die Flüssigkeit in diese Tüte. Die Zuschauer können verfolgen, wie sich der Krug nach und nach entleert. Dadurch entsteht die Täuschung, als ob die Milch tatsächlich in die Tüte gegossen worden ist. Der Krug wird abgesetzt und nun kann die Milch aus der Tüte „verschwinden“.

Kunststückebeschreibungen mit dem Milchkrug (Auswahl)

  • Christoph-Joachim Schröder: Milkpitcher und Massaal, in: Magie, 73. Jahrgang, Heft 7, 1993, Seite 258
  • Thilo Kehbel: Ein Milchglastrick, in: Magische Welt, 24. Jahrgang, Heft 5, 1975, Seite 173
  • Teddy Zaboy: Teddy Zaboys Original-Vorführung des Milkwonder-Kunststückes, in: Magische Welt, 1. Jahrgang, Heft 1, Juli 1952, Seite 15

Welblinks

Quellen

  • Genii, 65. Jahrgang, Heft 7, Juli 2002, Seite 67
  • Whaley's Encyclopedic Dictionary of Magic, Bart Whaley, Jeff Busby, 1989, Seite 447

Nachweise

  1. S. H. Sharpe: Conjurer’s Hydraulic and Pneumatic Secrets, 1991, Seite 67