5 Millionen Aufrufe seit März 2014

Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine Mail.

Werner H. A. Debler

Aus Zauber-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
Werner Debler beim deutschen Sammlertreffen (li.) mit Volker Huber 2001
Werner Debler beim deutschen Sammlertreffen, 2001

Werner H. A. Debler (* 26. Dezember 1940 in Schwäbisch Gmünd; † 27. September 2014 ebenda) war ein deutscher Pädagoge und Heimatforscher.

Leben

Nach dem Abitur in seiner Heimatstadt studierte Werner H. A. Debler Pädagogik mit den Fächern Englisch, Französisch und Geographie an den Universitäten Tübingen, Freiburg und an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Nach Abschluss seiner Studien unterrichtete er als Realschullehrer in Aalen, Unterschneidheim, Abtsgmünd und Schwäbisch Gmünd.

Seit 1974 als Fachberater für Geographie und seit 1978 als Realschulkonrektor tätig, ernannte ihn 1980 das Kultusministerium zum Schulrat beim Staadichen Schulamt Schwäbisch Gmünd flir den Fachbereich Realschule. Zehn Jahre später wird Debler in das Organisationsreferat beim Ministerium für Kultus und Sport in Stuttgart berufen. Aufgrund seiner verwaltungstechnischen und pädagogischen Fähigkeiten half er nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1991 beim Aufbau der Schulverwaltung in Sachsen mit. Seit dem Jahr 1993 bis zu seiner Pensionierung 2005 leitete Werner Debler als Direktor das Staadiche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Schwäbisch Gmünd.

Werner Debler stammte aus einem alten und bekannten Gmünder Patriziergeschlecht, das über Jahrhunderte höhere Verwaltungsbeamte, Bürgermeister und Geistliche der Reichsstadt stellte. Er war sich seiner Abstammung stets bewusst und darum der Geschichte seiner Stadt und seiner Familie überaus verbunden. So wurde die Erforschung der Heimat- und Regionalgeschächte für ihn zur »Herzensaufgabe«: Die Landesbibliographie Baden-Württemberg weist nicht weniger als etwa 40 einschlägige Artikel und Bücher aus seiner Feder zu diesem Themenbereich aus. Zu seinen bedeutendsten heimatgeschichtlichen Buchpublikationen zählen etwa Bücher wie 300Jahre Dreifaltigkeitskapelle in Schwäbisch Gmünd (1693—1993), das auf die enge Verbundenheit der Debler-Familien mit dieser Kapelle hinweist und auf das Fest in und an der Kapelle, welches Werner Debler jedes Jahr als Vorsitzender der Balthasar-Debler-Stiftung organisierte. Das Geschlecht der Debler und seine Bedeutung für die Stadt Schwäbisch Gmünd beleuchtet anhand von Einzeldarstellungen den Einfluss verschiedener Persönlichkeiten der Debler-Familien auf Politik, Kultur und Wirtschaft, vorrangig in der Reichsstadtzeit Gmünds.

Leopold Ludwig Döbler (1801—1864) — Wiener Hoftaschenspieler und Zauberprofessor aus einem alten Gmünder Geschlecht zeichnet die Karriere dieses Künstlers akribisch nach und veranlasste die Republik Österreich eine Sonderbriefmarke zu Ehren dieses Künstlers herauszugeben.

Als Heimatforscher setzte er zudem Maßstäbe, welche vielfach und mit Recht gepriesen wurden. Gleich zweimal, 2002 und 2007, erhielt Werner Debler den Preis für heimatgeschichtliche Forschung der Ostalb Stiftung der Kreissparkasse Ostalb, der durch Landrat Klaus Pavel verliehen wurde. Im Jahr 1991 empfing er außerdem den Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg in Karlsruhe, 2003 folgte die Heimatmedaille des Landes Baden- Württemberg und 2010 wurde ihm die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg durch den damaligen Staatssekretär Dr. Stefan Scheffold überreicht.

Artikel (Auswahl)

  • Hier ein Sträußchen, in: Magische Welt, Heft 4, 50. Jahrgang, 2001, Seite 178

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Leopold Ludwig Döbler, 1801–1864, Sonderdruck aus: einhorn-Jahrbuch, Schwäbisch Gmünd, 1989, Seiten 123–150
  • Leopold Ludwig Döbler, 1801–1864, Einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd, 2001, ISBN 3-927654-86-8, 17 x 24,5 cm, 1. Auflage, 400 Seiten
  • Debler, Werner H. A. Leopold Ludwig Döbler, 1801–1864, Einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd, 2001, Sonderausgabe für die Edition Volker Huber (Auflage 500 St.), ISBN 3-921785-81-2, 17 x 24,5 cm, 1. Auflage, 448 Seiten

Ehrungen

  • Bundesverdienstkreuz am Bande, 2001

Weblinks

Quellen

  • Dr. Klaus Herrmann: Nachruf in einhorn Jahrbuch, Schwäbisch Gmünd, 2014