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Ludwig Döbler

Aus Zauber-Lexikon
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Ludwig Döbler; Archiv Debler
Briefmarke zu Ehren von Ludwig Döbler

Ludwig Döbler (* 5. Oktober 1801 in Wien; 18. April 1864) war ein österreichischer Zauberkünstler.

Leben/Wirken

Zunächst studierte Ludwig Döbler Physik. Aber schon seit jüngster Kindheit interessierte er sch für die Zauberkunst, die er ab 1839 hauptberuflich ausübte. In diesem Jahr gastierte er im Theater in der Josephstadt.

Ludwig Döble entwickelte sich rasch zu einem Zauberkünstler der „besseren“ Gesellschaft. Er trat vor Kaiser Franz, den Fürsten Metternich und auch vor dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV auf.

Auch Johann Wolfgang von Goethe war unter seinen Zuschauern. Dieser schrieb danach die oft zitierten Zeilen:

„Bedarfs noch ein Diplom besiegelt? Unmögliches hast du uns vorgespiegelt“

Döbler wurde besonders bekannt durch das Kunststück „Floras Blumenspende“: Aus einem leeren Hut produzierte er zahlreiche kleine Blumensträuße, von denen jeder mit einem Gedicht versehen war. Dazu sprach er die Worte, die rasch zum Slogan wurden: „Hier ein Sträußchen, da ein Sträußchen, noch ein Sträußchen...“

Darüber hinaus war Döbler auch Wissenschaftler und Erfinder. Mit Hilfe einem einer Laterna magica ähnlichen Apparat, einem sogenannten Phantaskop erzeugte er bewegte Bilder. Er gilt damit als einer der Väter und frühen Pioniere des Kinofilms.

Um 1850 zog sich Döbler von der Bühne zurück. Er wurde Bürgermeister in den Ortschaften Eschenau und Traisen in Niederösterreich.

1907 wurde nach ihm im 7. Wiener Bezirk eine Straße benannt (Döblergasse) und am 5. Oktober 2001 gab die österreichische Post anlässlich seines 200. Geburtstages eine Sonderbriefmarke heraus.

Döbler gilt als erster Vorführer des Kartendegens.

Zu seinen Schülern zählt der Schotte Harry Marvello.

Literatur über Döbler