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Fredo Marvelli mit dem „tanzenden Seil“
Fredo Marvelli (* 4. Mai 1903 in Prudnik, Polen, als Friedrich Jäckel; † 6. Mai 1971 in Andorra) war ein deutscher Zauberkünstler, Autor, Erfinder und Verleger.
Friedrich Jäckel war der Sohn eines Försters und sollte nach dem Willen der Eltern Theologie studieren, aber schließlich ging er bei einem Dentisten in die Lehre. Das Lehrgeld verdiente er sich als Geiger in einem Konzertcafé. Nach der Ausbildung ging er kurzentschlossen zur »Welt-Arena Brandenburg«. Hier begann seine Laufbahn als Zauberkünstler, und durch anhaltendes, beständiges Üben erreichte er einen überdurchschnittlichen Grad an Fingerfertigkeit. Anfänglich ohne besonderen Erfolg gelang es ihm 1925, als Japaner Ly Yong im Zirkus Busch in Breslau mit der »Wunderkugel« Aufsehen zu erregen.
Bald danach wählte er den Namen Marvelli und entwickelte den für ihn typisch werdenden Stil eines Intellektuellen auf der Bühne.
1937 erhielt er für seine Vorführungen auf dem Zauberkongress des Magischen Zirkels in Berlin den »Ring des Magischen Zirkels«, die damals höchste Auszeichnung, für ein Jahr zuerkannt. 1938, auf dem Weltkongress in Frankfurt am Main, erhielt er den Ring ein zweites Mal.
Marvelli unternahm zahlreiche Tourneen durch viele Länder, so durch Südamerika und die Sowjetunion. Er gastierte kaum in Varietés, sondern mietete für seine Vorstellungen große Säle.
Einen seiner größten Erfolge konnte er 1939 in Berlin verbuchen. Hier mietete er den bekannten Beethoven-Saal, der bislang nur klassischer Musik vorbehalten war. Marvellis Vorstellung wurde zu einem großartigen Triumph. – Zum Artikel ...
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