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Kurt Volkmann

Aus Zauber-Lexikon
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Kurt Volkmann auf der Titelseite der Magie, 1953
Kurt Volkmann

Kurt Volkmann (* 27. September 1897 in Kassel; † 8. Mai 1958 in Kettwig) war ein deutscher Zauberkünstler, Sammler, Historiker und Autor.

Leben

Der promovierte Rechtsanwalt beschäftigte sich nebenher vornehmlich mit der Historie der Zauberkunst. Er war der erste in Deutschland, der sich ihr systematisch annahm und sie aufarbeitete. Dazu veröffentlichte er unter dem Titel „Die Geschichte der Zauberkunst“ von 1939 bis zu seinem Tode insgesamt 104 Folgen in der Vereinszeitschrift Magie des Vereins „Magischer Zirkel von Deutschland”.

Als Kurt Volkmann 13 Jahre alt war, sah er zum ersten Mal einen Zauberkünstler im Hannover Varieté Tivoli. Er führte den Münzenfang vor. Ein Jahr später, 1911 sah Volkmann einen zaubernde Frau, die hauptsächlich mit Blumen zaubert. 1913 sahr er schließlich abermals einen Zauberkünstler, der ihn derart begeisterte, dass sich Kurt Volkmann nun selbst mit der Zauberkunst beschäftigen wollte. Er erstand das Buch "Carlo Bosco, der weltberühmte Zauberkünstler und Taschenspieler. Es war, wie Volkmann später herausfand, die 21. Auflage eines im Ernst Verlag in den 1840er Jahren herausgegebenen Buches. Allerdings fand Volkmann das Buch eher enttäuschend und vertiefte sein Interesse nicht weiter. Etwas später im Jahre 1913 machte er die Bekanntschaft mit dem Schauspieler und Amateurzauberkünstler Rudolf Rieth, der Kurt Volkmann einige Kunststücke vorführte und erklärt.

Aber erst 11 Jahre später, 1922, begann sich Volkmann ernsthaft für die Zauberkunst zu interessieren, als er auf eine Anzeige von Conradi Horsters Universum der Magie in einer Illustrierten (Lustige Blätter) entdeckte. 1928 wurde er Mitglied im Verein Magischer Zirkel von Deutschland.

Von 1951 bis 1958 zeichnete er für die Herausgabe des Organs „Magie” verantwortlich. Von 1952 bis 1958 stand er dem Verein MZvD als Präsident vor.

Neben seiner außerordentlichen Sammlung von Zauberbüchern hatte er auch eine ansehnliche Kollecton von Exlibris zusammengetragen.

Die Büchersammlung ging später über in die Sammlung von Peter Hackhofer, nachdem sie in einem Düsseldorfer Antiquriat zum Verkauf angeboten wurde. Seiner Zeit zu einem Preis von 65.000 D-Mark.[1]

Veröffentlichungen

Quellen

  • Sonderheft Magie, 33. Jahrgang, Heft 6, Juni 1953
  • Haarz Erwin: Nachdenkliche Streifzüge, in: Magie, 50. Jahrgang, Heft 8/9, 1970, Seite 224 ff.
  • Nachruf in Magie, 38. Jahrgang, Heft 7, Juli 1958, Seite 175

Nachweise

  1. Witt, Wittus: Magische Welt – aktuell, in: Magische Welt, Heft 6, 1976, Seite 245