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Bob Sherman

Aus Zauber-Lexikon
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Dieser Artikel behandelt den US-amerikanischen Zauberkünstler und -händler Bob Sherman, zu anderen Namensträgern siehe Sherman (Begriffsklärung).

Robert (Bob) Sherman (* 15. Juni 1892 in Minsk, Russland; † 28. März 1969) war ein in den USA lebender Zauberkünstler und -händler.

Leben

Als Robert Sherman zwei Jahre alt, war zogen seine Eltern nach Brooklyn, New York. Nach ein paar weiteren Jahren zog die Familie nach Paterson, New Jersey. Hier blieb sie bis Bob acht Jahre alt war, danach zog sie zu ihrem letzten Wohnort in Bridgeport, Connecticut.

Bob verließ die Schule vorzeitig aus der siebten Klasse und schloss sich 1906 der Barlow & Wilson Minstrels-Gruppe an, die mit jeweils einem Abendprorgramm im Vaudeville auftraten. (Unter Minstrel versteht man eine Form der Unterhaltungsmusik, die im 19. Jahrhundert in den USA popluär geworden war.)

Als die Gruppe in Philadelphia auftrat, entdeckte Bob Sherman ein kleines Zaubergeschäft, das ihn so beeindruckte, dass er unbedingt selbst einen Zauberladen eröffnen wollte. Er baute dazu ein dreigeschossiges Haus und stellte Carl Brema ein, der dafür bekannt war, Zauberutensilien speziell aus Messing herzustellen.

Nach einigen Jahren ging Bob wieder zurück zum Vaudeville, wo er nun unter dem Namen Sheroma auftrat. Hier traf er auf Cliff Green, mit dem er schon bald als Green & Sherman Darbietungen präsentierte. Als sie in kanadischen Theatern gastierten, dachte Bob wieder über die Eröffnung eines Zaubergeschäftes nach. Kurz darauf gründete er in Toronto das Jap Novelty Shop.

Um 1914 ging Bob zurück in die USA, um im Ersten Weltkrieg zu dienen. Nach dem Krieg eröffnete er im Hauptbahnhof und im Hudson Bahnhof von New York Zaubergeschäfte, die er 15 Jahre lang betrieb. Gleichzeitig betrieb er eine Zauber- und Puzzle-Fabrik in Bridgeport, Connecticut unter der Bezeichnung Sherms.

Hier brachte er auch mehrer Zauberkästen auf den Markt.

Bob Sherman verhalf dem alteingesessenen Zauberunternehmen Martinka, sich wieder finanziell zu erholen. Aber der Standort des Unternehmens war derart ungünstig, dass man sich schließlich entschloss, das Geschäft komplett aufzugeben. Der Name Martinka wurde von Al Flosso übernommen, der es später in Hornmann Magic Company umbenannte.

Kreationen

  • Vanishing Alarm Clock (Tablett-Methode)
  • Entwicklung der "China-Schnurstäbe"
  • Schwebe-Groß-Illusion unter der Bezeichnung "Levitation of Princess Adel." Die Person schwebt fast drei Meter hoch, so dass der Vorführer auf eine Leiter steigen muss, um einen Reifen um die Schwebende zu führen.

Quellen

  • "Sherms", David E. Haversat, 1997
  • Linking Ring Nachruf, Vol. 49 1969, Seite 101