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Werner Nussbaumer

Aus Zauber-Pedia
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Werner Nussbaumer

Werner Nussbaumer (* 14. Februar 1926; † 4. Mai 2023) war ein Schweizer Zauberkünstler und Vereinsvorsitzender.

Leben

Werner Nussbaumer verbrachte seine Jugendzeit in Ibach SZ und hatte dort mit 14 Jahren, im Saa des Restaurant Hof, seinem Wohnhaus, eine erste Begegnung mit einem Zauberkünstler. Davon war Werner so fasziniert, dass er sich mit 16 Jahren um Kontakte in der damals noch kleinen Schweizer Zauber-Szene bemühte.

Er traf auf Oscar Rey, Oscarelli, Gründer und Ehrenmitglied des MRS. Jener musste ihn jedoch für’s erste enttäuschen, weil man erst mit 18 Jahren in den MRS aufgenommen werden konnte. Dies war für Werner umso mehr ein Ansporn, sich mit Fleiss im Selbststudium auf die Prüfung vorzubereiten, welche er dann 1944 auch erfolgreich absolvierte.

Werner Nussbaumer hat in Schwyz das Gymnasium besucht und anschliessend an der ETH Kulturingenieur studiert. Nach seinem Abschluss erhielt er eine erste Anstellung beim Kanton Luzern, wo er schon bald zum stellvertretenden Chef des Meliorations­- amtes avancierte. Weil sich Werner als zielstrebiger Mensch keine längere Beamtenlaufbahn vorzustellen vermochte, hat er sich schon früh selbständig gemacht. Es ergab sich die Gelegenheit, im Aargau ein Ingenieurbüro zu übernehmen. Dieses Büro brachte Werner schon bald zum Blühen, dank Aufträgen im Zusammenhang mit Meliorationen und Güterzusammenlegungen im ganzen Kanton. In Luzern lernte Werner auch seine Gattin Margrit kennen, die ihm bis zu seinem Tod zur Seite stand und ihm Sohn Jürg und die Töchter Maya und Rita schenkte. Margrit und Werner sind Ende Oktober des vergangenen Jahres von ihrer grossen Attika-Wohnung in Brugg ins nahegelegene Pflegezentrum Süssbach umgezogen.

Im MRS hatte Werner Nussbaumer verschiedene Ämter inne, Anfang der 70er Jahre leitete er die Geschicke als Präsident. Werner wirkte aber auch als Expertenobmann bei Kandidatenprüfungen, als Jury­- präsident bei Schweizermeisterschaften in Luzern und Zürich und als Mitarbeiter des Hokus Pokus, unter anderem mit seinen Beiträgen «Die Nussbaumer Suite».

1969 wurde Walt Nelson, so sein Künstlername in Anlehnung an seine Initialen, die Ehrenmitgliedschaft des MRS verliehen.

WALT NELSON trat über viele Jahrzehnte in Vereinen und Gesellschaften mit einem Salon-Programm auf. Er war begeistert von der Kartenkunst, seine absolute Spezialität. Als es in Europa noch wenig einschlägige Zauber-Literatur gab, hatte Werner von seinen Reisen nach Amerika Bücher mit nach Hause gebracht.

Quelen

  • Andrea Tonella-Andy: Nachruf in: Hokus Pokus, Heft 3, 2023, Seite 19