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Mayette Magie Moderne

Aus Zauber-Pedia
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Ladengeschäft von Mayette Magie Moderne

Mayette Magie Moderne ist das älteste Zaubergeschäft Frankreichs.

Der Straßensänger Charles-François-Joachim Aubert (1768–1850) gründete 1908 in Paris einen Musikverlag (maison d'édition Aubert) mit Sitz in der Rue de la Parcheminerie 7. Er versorgte Hausierer und reisende Sänger mit Liedtexten. Dabei kam ihm zugute, dass 1822 der Präfekt Delavau eine Anordnung erließ, dass alle auf den Straßen gesungenen Liedtexte schriftlich hinterlegt werden mussten. Er wollte so eine gewisse Kontrolle über politische Lieder behalten. Aubert erhielt für 30 Jahre das Monopol auf diese Schriften. In kleinem Rahmen verkaufte er nebenbei einige Scherzartikel und in noch kleinerem Rahmen Zauberartikel. Um 1830 wurde das Geschäft in die Rue de Plâtre-Saint-Jaques 19 verlegt.

Léon Baudot, ein Angestellter von Aubert übernahm 1898 mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau das Geschäft. Er erhöhte den Anteil der Scherzartikel und Partygeschenke. Baudot wählte die Rue des Carmes 8 in Paris als Standort für sein Geschäft, dort befindet sich der Laden noch heute.

1913 übernahm Henry Billy das Geschäft und nannte es in Maison Billy um. Die Zahl der angebotenen Zauberartikel stieg.

1933 trat André Mayette gemeinsam mit seiner Ehefrau die Nachfolge von Billy an. Unter seiner Geschäftsführung wurden Zauberartikel der wichtigste Teil des Sortiments. Mayette betätigte sich auch als Verleger, in seinem Verlag erschienen bedeutende Titel wie La prestidigitation sans bagages von Jules D’Hôtel oder Le Cours Magica von Robert Veno. 1937 gründete Mayette die Zeitschrift Le Magicien, die bis 1972 (und dann noch einmal 1992-99) erschien.

1958 wurde das Geschäftshaus abgerissen und an seiner Stelle ein neues Ladengeschäft errichtet.

Am 1. März 1965 ging Mayette in den Ruhestand und übergab das Geschäft an Michel Hatte. Unter dessen Leitung hatte es den Namen Magie Moderne Hatte Mayette.

Am 25. November 1991 übernahm Dominique Duvivier das Geschäft, das er gemeinsam mit seiner Tochter Alexandra führt.

Literatur

  • Les Origines de la Maison Mayette, in: L'Escamoteur, 14. Jg., Heft 84, September-Oktober 1960, S. 1338ff

Weblinks