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Ingo von Wilke

Aus Zauber-Pedia
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Ingo von Wilke mit Michelle Douanier, Foto: honorarfrei, Archiv W. Witt
Ingo von Wilke auf dem Cover des MW-Spezial-Heftes, Nr. 18, Oktober 2022

Ingo von Wilke (* 3. September 1943 in Leipzig als Steffen Schönstedt; 21. September 2022 in Berlin) war ein deutscher Zauberkünstler und Autor.

Leben

Von Haus aus war Ingo von Wilke promovierter Kardiologe, der viele Jahre Lang in Berlin praktizierte.

Er war bereits als kleiner Junge zauberbegeistert. Einen Teil seines Studiums hatte er mit Auftritten finanzieren können, und er war darin recht erfolgreich.

Nach einem kurzen Versuch, mit Wolff von Keyserlingk ein gemeinsames Programm auf die Beine zu stellen, fand er bald in Michèle Duanier eine ideale Partnerin. Mit ihr unternahm er in den 1960ern eine Reihe von Gastspielen speziell in bayerischen Kurorten.

Eines Tages sah ihn dort ein Mitarbeiter des Goethe-Institutes und fragte, ob die beiden nicht Lust hätten, für das Institut im Ausland aufzutreten. Beide hatten, und es begann 1969 eine lange anhaltende Verbindung mit dem Goethe-Institut, um die sie jeder Profi beneiden könnte. Sie gastierten in insgesamt 48 Ländern. Außer in Europa reisten sie mit großem Erfolg durch Afrika, Amerika und Asien. Darunter waren 14 ausgiebige Tourneen durch mehrere Länder von unterschiedlicher Dauer, bis zu 8 Monaten. Nach einem besonderen Höhepunkt gefragt, erinnerte sich Ingo gern an zweimal ausverkaufte Vorstellungen vor jeweils rund 3 000 Zuschauern im Opernhaus von Bogota und an zwei überfüllte Vorstellungen in der City Hall von Hong Kong.

Eines der ergreifendsten Erlebnisse für die beiden Künstler war das Zusammentreffen 1972 in Kalkutta mit Mutter Teresa in einem Kinderheim.

In Karachi trafen Ingo und Michèle John Calvert, der sie auf seine Yacht einlud. Auf Hawai lernten sie Paul Potassy kennen, mit dem sie bis Potassys Tod eng befreundet blieben, und in New York trafen die beiden Weltenbummler mit Doug Henning zusammen. 2001 waren sie zum letzten Mal für das Goethe-Institut in Indien unterwegs und luden dazu Topas und Roxanne ein. Beide waren von den von Wilkes sehr angetan und bewunderten, mit welcher Souveränität es Ingo schaffte, seinen speziellen, fein- und hintersinnigen Humor auch in einer fremden Sprache – er sprach fließend Englisch – dem Publikum zu vermitteln.

Artikel in Magische Welt

  • Treffpunkt Karachi, Heft 2, 2004, Seite 103
  • Mentale Langeweile, Marc Salem, Heft 4, 2005, Seite 218
  • Sympathisch und konservativ, Heft 1, 2009, Seite 11
  • Die Wieder-Wiedergeburt einer Legende, Heft 2, 2010, Seite 74

Literatur

  • Ingo von Wilke, MW-Spezial Nr. 18, 16 Seiten, 2022

Weblinks

Quellen

  • Berlins stille Stars, in Magische Welt, Heft 6, 50. Jahrgang, 2001, Seite 302