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Alan Wakeling: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Alan Wakeling''' (* [[2. März]] [[1926]]; † [[10. November]] [[2004]]) war ein US-amerikanischer Berufszauberkünstler und Berater. | [[Datei:AlanWakeling.jpg|170px|mini|Alan Wakeling, um 1992]] | ||
'''Alan Robert Wakeling''' (* [[2. März]] [[1926]]; † [[10. November]] [[2004]]) war ein US-amerikanischer Berufszauberkünstler, Entwickler und kreativer Berater. | |||
==Leben== | == Leben == | ||
Alan Wakeling wurde im Alter von zehn Jahren zur Zauberkunst inspiriert, nachdem er bei einer Schulveranstaltung einen Zauberkünstler gesehen hatte, bei dem es sich später vermutlich um J. B. [[Bobo]] handelte. In einer öffentlichen Bibliothek entdeckte er das Werk Modern Magic von [[Professor Hoffmann]] und entwickelte daraufhin ein besonderes Interesse an der Apparate-Zauberkunst. Nach der Lektüre von More Magic, insbesondere der darin beschriebenen Manipulationen von [[Buatier de Kolta]], fertigte er seine ersten Multiplikations-Billardkugeln aus Tischtennisbällen an. | |||
In den späten 1930er Jahren hielt sich Wakeling häufig bei Thayer’s auf, arbeitete für [[Merv Taylor]] und absolvierte Schauspielkurse an der University of Southern California. Gleichzeitig demonstrierte er Zauberkunst im „Magic House of Charles“ am Hollywood Boulevard. Dort lernte er [[Roy Benson]] kennen, der ihm eigene Techniken der Billardkugel-Manipulation vermittelte. | |||
==Literatur== | Von 1944 bis 1946 diente Wakeling in der US Navy. Nach seiner Entlassung begann er gemeinsam mit Marvyn Roy ein Duo-Programm unter dem Namen „Wakeling & Roy“. Ihr choreografiertes Repertoire umfasste unter anderem tanzende Stöcke, Seidentrickeffekte und Ringe. Später entwickelten sie das zirzensische Themenprogramm „The Ringmasters“, das im Gaslight Club regelmäßig aufgeführt wurde. | ||
Ende der 1940er Jahre trat Wakeling in Clubs von Los Angeles wie Ciro’s und dem Mocambo als „Manhattan Cowboy“ auf. 1949 arbeitete er mit [[Dante]] bei einer Zeltshow auf der San Diego County Fair zusammen, wo er außerhalb des Zeltes das Publikum anzog. Die Zusammenarbeit mit Dante beeinflusste seine Auffassung von Illusionen nachhaltig, insbesondere hinsichtlich der ästhetischen Gestaltung von Requisiten. | |||
1951 heiratete Wakeling die klassische Sängerin ''Helen Whalen''. Gemeinsam entwickelten sie eine stumme Darbietung, die als „Fan Act“ bekannt wurde und sich durch stilisierte Requisiten, Kostüme und eine eigens komponierte Musik auszeichnete. Die Nummer wurde sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich erfolgreich. | |||
Mitte der 1950er Jahre entstand, angeregt durch [[John Daniel]] und [[Dick Zimmerman]], die groß angelegte Illusionsproduktion „Magic Circus“, an der die gesamte Familie Wakeling beteiligt war. Trotz ihres Erfolgs erwies sich diese Produktion als zu aufwendig für Tourneen, obwohl Engagements unter anderem beim Rudy Brothers Circus und in den Tivoli Gardens angeboten wurden. | |||
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== Wirken == | |||
Wakelings Laufbahn verband praktische Bühnenarbeit mit konzeptioneller Entwicklung. Neben seinen eigenen Darbietungen lieferte er kreative Beiträge und Beratung für Programme und Produktionen von: | |||
* Mark Wilson | |||
* John Daniel | |||
* Carol & Marvyn Roy | |||
* [[Norm Nielsen]] | |||
* [[Channing Pollock |Channing Pollock]] | |||
* [[Peter Reveen]] | |||
Seine Arbeit umfasste sowohl die Entwicklung von Effekten als auch dramaturgische und gestalterische Impulse für Aufführungen. | |||
1993 veröffentlichte [[Jim Steinmeyer]] die Biografie ''The Magic of Alan Wakeling'', die sich mit seinem schöpferischen Werk befasst.<ref>[[Magische Welt]], Heft 6, 2004</ref> | |||
== Literatur == | |||
* ''Magic of Alan Wakeling'', The, [[Jim Steinmeyer | Steinmeyer, Jim]], Carroll & Graf Edition, New York, 2006, 21,5 x 25, 345 Seiten | * ''Magic of Alan Wakeling'', The, [[Jim Steinmeyer | Steinmeyer, Jim]], Carroll & Graf Edition, New York, 2006, 21,5 x 25, 345 Seiten | ||
* [[Magic (Magazine)|Magic]], 2. Jahrgang, Heft 4, Dezember 1992, Titelstory | |||
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Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 13:52 Uhr
Alan Robert Wakeling (* 2. März 1926; † 10. November 2004) war ein US-amerikanischer Berufszauberkünstler, Entwickler und kreativer Berater.
Leben
Alan Wakeling wurde im Alter von zehn Jahren zur Zauberkunst inspiriert, nachdem er bei einer Schulveranstaltung einen Zauberkünstler gesehen hatte, bei dem es sich später vermutlich um J. B. Bobo handelte. In einer öffentlichen Bibliothek entdeckte er das Werk Modern Magic von Professor Hoffmann und entwickelte daraufhin ein besonderes Interesse an der Apparate-Zauberkunst. Nach der Lektüre von More Magic, insbesondere der darin beschriebenen Manipulationen von Buatier de Kolta, fertigte er seine ersten Multiplikations-Billardkugeln aus Tischtennisbällen an.
In den späten 1930er Jahren hielt sich Wakeling häufig bei Thayer’s auf, arbeitete für Merv Taylor und absolvierte Schauspielkurse an der University of Southern California. Gleichzeitig demonstrierte er Zauberkunst im „Magic House of Charles“ am Hollywood Boulevard. Dort lernte er Roy Benson kennen, der ihm eigene Techniken der Billardkugel-Manipulation vermittelte.
Von 1944 bis 1946 diente Wakeling in der US Navy. Nach seiner Entlassung begann er gemeinsam mit Marvyn Roy ein Duo-Programm unter dem Namen „Wakeling & Roy“. Ihr choreografiertes Repertoire umfasste unter anderem tanzende Stöcke, Seidentrickeffekte und Ringe. Später entwickelten sie das zirzensische Themenprogramm „The Ringmasters“, das im Gaslight Club regelmäßig aufgeführt wurde.
Ende der 1940er Jahre trat Wakeling in Clubs von Los Angeles wie Ciro’s und dem Mocambo als „Manhattan Cowboy“ auf. 1949 arbeitete er mit Dante bei einer Zeltshow auf der San Diego County Fair zusammen, wo er außerhalb des Zeltes das Publikum anzog. Die Zusammenarbeit mit Dante beeinflusste seine Auffassung von Illusionen nachhaltig, insbesondere hinsichtlich der ästhetischen Gestaltung von Requisiten.
1951 heiratete Wakeling die klassische Sängerin Helen Whalen. Gemeinsam entwickelten sie eine stumme Darbietung, die als „Fan Act“ bekannt wurde und sich durch stilisierte Requisiten, Kostüme und eine eigens komponierte Musik auszeichnete. Die Nummer wurde sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich erfolgreich.
Mitte der 1950er Jahre entstand, angeregt durch John Daniel und Dick Zimmerman, die groß angelegte Illusionsproduktion „Magic Circus“, an der die gesamte Familie Wakeling beteiligt war. Trotz ihres Erfolgs erwies sich diese Produktion als zu aufwendig für Tourneen, obwohl Engagements unter anderem beim Rudy Brothers Circus und in den Tivoli Gardens angeboten wurden.
1966 begann Wakeling eine langjährige Zusammenarbeit mit Mark Wilson.
Als Creative Director war er an zahlreichen Fernsehproduktionen, Themenpark-Shows und Messepräsentationen beteiligt. Diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1988 aus.
Alan Wakeling wurde 78 Jahre alt.
Wirken
Wakelings Laufbahn verband praktische Bühnenarbeit mit konzeptioneller Entwicklung. Neben seinen eigenen Darbietungen lieferte er kreative Beiträge und Beratung für Programme und Produktionen von:
- Mark Wilson
- John Daniel
- Carol & Marvyn Roy
- Norm Nielsen
- Channing Pollock
- Peter Reveen
Seine Arbeit umfasste sowohl die Entwicklung von Effekten als auch dramaturgische und gestalterische Impulse für Aufführungen.
1993 veröffentlichte Jim Steinmeyer die Biografie The Magic of Alan Wakeling, die sich mit seinem schöpferischen Werk befasst.[1]
Literatur
- Magic of Alan Wakeling, The, Steinmeyer, Jim, Carroll & Graf Edition, New York, 2006, 21,5 x 25, 345 Seiten
- Magic, 2. Jahrgang, Heft 4, Dezember 1992, Titelstory
Nachweise
- ↑ Magische Welt, Heft 6, 2004