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Celeste Evans

Aus Zauber-Lexikon
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Celeste Evans

Celeste Evans (* 1931 in White Rock, Kanada, als Margaret Ruth Steward Evans; 25. Juli 2017) war eine kanadische Zauberkünstlerin und später eine Künstleragentin.

Leben

Celestes Interesse für die Zauberkunst entstand mit neun Jahren, als ein Schulkamerad einen Knoten in ein Seidentuch schlug und sagte, dass sie das niemals lernen könne, weil sie ein Mädchen sei. Sie antwortete ihm, dass sie nicht nur diesen Trick meistern werde, sondern auch eine berühmte Zauberkünstlerin werden würde. Und sie hat Wort gehalten. Nach stundenlangem üben gelang ihr der Knoten, aber sie ging weiter und schon nach einem Jahr trat sie regelmäßig mit Zauberkunststücken in ihrer Region in Kanada auf.

Nach ihrem Schulabschluss verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt in einer Kirmesschau, die in ländlichen Gebieten in Kanada arbeitete. Sie absolvierte täglich 10 Vorstellungen in einem Zelt und nach dieser Erfahrung konnte kein Publikum sie mehr aus dem Gleichgewicht bringen.

1952 verließ Celeste Kanada, um im Rahmen amerikanischer Truppenbetreuung in Korea und Japan aufzutreten. Es folgten Auftritte im amerikanischen Fernsehen und in großen amerikanischen Varietéhäusern. Sie wurde eine Berühmtheit und arbeitete mit ihrer Taubennummer in vielen Ländern auf der ganzen Welt. In den fünfziger und sechziger Jahren war sie eine der ganz wenigen Frauen, die sich in der Zauberkunst an die Spitze gearbeitet hatte. Sie ist der Meinung, dass Zauberinnen oft den großen Fehler machen, wie ein Mann zaubern zu wollen, während sie sich die natürliche weibliche Mysteriosität zu Nutze machen sollten. Die meisten Probleme seien eingebildet, sagt sie, und mit Selbstvertrauen und Kreativität zu lösen. Ihr guter Rat an weibliche Zauberkünstler ist: „vergiß nie, dass du eine Frau bist und beute das aus.” Weibliche Kleidung bietet manche andere technische Möglichkeiten als männliche, so dass man erstaunliche Effekte erreichen kann. Celeste trat zur Zeit ihres Höhepunktes in einem eng anliegenden Abendkleid auf, aus dem sie zum Erstaunen ihrer männlichen Kollegen sechs Tauben hervorzauberte.

Aber auch Celeste erlag dem Wunsch nach einem häuslichen Leben. Sie heirate den Theateragenten Harry Breyn und bekam zwei Kinder. Weil sie sich niemals zu einer abendfüllenden Show verleiten ließ, sondern mit ihrer eigene Nummer auftrat, konnte sie auch mit Familie ihren Beruf ausüben. Natürlich war es ein Vorteil, dass ihr Mann Agent war und Auftritte buchen konnte, die es ihr ermöglichten, nach der Vorstellung wieder nach hause zu fahren.

Nach dem Tode ihres Mannes, übernahm Celeste die Leitung der Agentur und beschäftigt sich speziell mit der Betreuung weiblicher Zauberkünstler,

Ehrungen

Veröffentlichungen

  • Has This Ever Happened to You? A Collection of Magicians’ Faux Pas, zusammengestellt von Celeste Evans
  • I Can Still See Me, Autobiographie, 2011

Quellen

  • Genii, 1957, Jahrgang 21, Heft 12, Seite 442
  • Genii, 1957, Jahrgang 21, Heft 12, Seite 437
  • Elinor van Dommelen: Frauen in der Zauberkunst, Folge 17, in: Magische Welt, Heft 5, 2017, Seite 207

Weblinks

  • Homepage, abgerufen am 25. September 2017