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Wittus (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „'''Martin Pacheco''' ist ein argentinischer Sammler und Ausstellungsmacher, der sich mit außergewöhnlicher Leidenschaft der Geschichte der Zauberkunst verschrieben hat. Einen besonderen Höhepunkt seines Wirkens markierte seine große Ausstellung Four Hundred Years of Illusion, die im renommierten National Museum of Decorative Arts in Buenos Aires gezeigt wurde. Bereits am Eröffnungstag strömten rund 700 Besucher in das prächtige ehemalige Stadtpala…“) |
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'''Martin Pacheco''' ist ein argentinischer Sammler und | '''Martin Pacheco''' ist ein argentinischer Sammler, Ausstellungsmacher und Mitbegründer von Bazar de Magia, dem größten Zaubergeschäft Argentiniens. Er zählt zu den bedeutendsten Bewahrern und Vermittlern der Geschichte der Zauberkunst in Lateinamerika. Ein herausragender Höhepunkt seines Engagements war die große Ausstellung Four Hundred Years of Illusion, die am Freitag, den 8. Juni, im Museo Nacional de Arte Decorativo (Nationalmuseum für Dekorative Kunst) in Buenos Aires feierlich eröffnet wurde. | ||
Die Schau umfasste fast 200 Exponate aus mehr als 400 Jahren Zauberkunstgeschichte – darunter eine Erstausgabe von Reginald Scots The Discoverie of Witchcraft (1584), Plakate aus dem Goldenen Zeitalter der Zauberkunst, Requisiten aus der Werkstatt von Okito sowie seltene historische Zauberkästen. Sämtliche Objekte stammten aus Pachecos Privatsammlung, die er 15 Jahre zuvor mit einem besonderen Stück begann: einem Fu Manchu-Plakat. In der Zwischenzeit hat er über 3.500 Objekte zusammengetragen – die größte Sammlung dieser Art in ganz Südamerika. | |||
Unter den Ausstellungsstücken befanden sich außergewöhnlich seltene Plakate und Programmzettel berühmter Künstler wie Herrmann, Chung Ling Soo, Servais Le Roy, Chang, Kellar, Raymond, Okito, Richiardi Jr. und vieler weiterer Zauberkünstler. Ein eigener Ausstellungsraum war dem Leben und Wirken von Fu Manchu (David Bamberg, 1904–1974) gewidmet, dem Sohn von Okito. Bamberg begann 1929 in Buenos Aires unter diesem Namen aufzutreten und beendete hier auch seine erfolgreiche Karriere, die ihn durch ganz Lateinamerika geführt hatte. | |||
Zur feierlichen Eröffnung kamen 600 Besucher, und bereits in der ersten Woche wurden über 1.000 Gäste gezählt. Die argentinische Presse berichtete ausführlich und positiv, wodurch die Zauberkunst einem breiten Publikum nahegebracht wurde. | |||
Die Ausstellung fand in dem prachtvollen ehemaligen Stadtpalais statt, das während der Belle Époque von französischen Architekten für die Oberschicht Argentiniens errichtet wurde. In diesem eleganten Ambiente präsentierte Pacheco seine Sammlung und gewährte den Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in mehr als vier Jahrhunderte Zauberkunstgeschichte. | |||
Mit dieser | Begleitend zur Ausstellung erschien ein aufwendig gestalteter, farbig illustrierter Katalog in englischer und spanischer Sprache, sowohl in einer Standardausgabe als auch in einer limitierten Hardcover-Version. | ||
Mit dieser Ausstellung hat Martin Pacheco nicht nur seine Leidenschaft für die Zauberkunst eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Bewahrung und Sichtbarmachung des zauberkünstlerischen Erbes Lateinamerikas geleistet. Seine Sammlung gilt heute als eine der wichtigsten und umfangreichsten ihrer Art in Südamerika. | |||
== Quellen == | |||
* [[M-U-M]], 97. Jahrgang, August 2007, Seite 48 | |||
[[Kategorie:Zauberkünstler (Argentinien)]] | [[Kategorie:Zauberkünstler (Argentinien)]] | ||
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