37.025
Bearbeitungen
Über 36 Millionen Aufrufe seit März 2014!
Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine E-Mail.
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 4: | Zeile 4: | ||
==Leben== | ==Leben== | ||
Steffien wuchs in Breslau auf. | |||
1904 trat er im [[Hansa-Theater]] in Hamburg auf. Danach absolvierte er etliche Gastspiel in weiteren deutschen und erupäischen Städten. Seine Gastspiele führten ihn bis nach Süd- und Nordamerika. | |||
Nach dem zweiten Weltkrieg konnte Harry Steffien an seine alten Erfolge nicht mehr anknüpfen. 1950 trat er ein letztes Mal im Hamburger Varieté Allotria auf. | |||
Da seine Ersparnisse durch die Währungsreform verbraucht worden waren, war er gezwungen, in ein Altenheim in Hamburg Farmsen zu gehen. | |||
Als Steffien am 9. Februar 1957 eine Straße überquerte wurde er von einem Kraftwagen angefahren und so stark verletzt, dass er auf der Stelle starb. | |||
Erzählt von [[Paul Potassy]] in [[Magische Welt]], Heft 1, 2005: | Erzählt von [[Paul Potassy]] in [[Magische Welt]], Heft 1, 2005: | ||
Harry Steffien trat stets in einem dunklen Straßenanzug auf. Zu seinen Vorstellungen kam er in einem Mantel gekleidet, der auch seine Requisiten enthielt. Auf einem darin angebrachten Haken bewahrte er die zwei Ringe auf, die er für die Daumenfesselung benötigte, und in einem kleinen Sack trug er den Eierbeutel. Für die Fesselung verwendete er übrigens Klingeldraht. Außerdem ging er immer mit einem Stock, den er ebenfalls für das Daumenkunststück benötigte. Sein Programm bestand nur aus diesen beiden Tricks. | Harry Steffien trat stets in einem dunklen Straßenanzug auf. Zu seinen Vorstellungen kam er in einem Mantel gekleidet, der auch seine Requisiten enthielt. Auf einem darin angebrachten Haken bewahrte er die zwei Ringe auf, die er für die Daumenfesselung benötigte, und in einem kleinen Sack trug er den Eierbeutel. Für die Fesselung verwendete er übrigens Klingeldraht. Außerdem ging er immer mit einem Stock, den er ebenfalls für das Daumenkunststück benötigte. Sein Programm bestand nur aus diesen beiden Tricks. | ||
Er fing mit dem Eierbeutel an und brachte ihn in der ersten Reihe des Publikums. Hier suchte er sich immer gern einen Herren mit Glatze aus (die gab’s in Deutschland schon damals zur Genüge), um einen Extralacher zu erzeugen. Zu einem Zeitpunkt während der Routine legte er nämlich den Beutel mit dem Ei darin auf den Kopf des Herren, der dazu aufstehen mußte. Für die Zuschauer ein amüsantes Bild, das Steffien mit seinen lustigen Sprüchen entsprechend kommentierte. Gleichzeitig hatte er aber auch so die Gelegenheit, seine Hände deutlich leer zu zeigen. Zum Schluß ließ er seine Handgelenke festhalten und produzierte das Ei. | Er fing mit dem Eierbeutel an und brachte ihn in der ersten Reihe des Publikums. Hier suchte er sich immer gern einen Herren mit Glatze aus (die gab’s in Deutschland schon damals zur Genüge), um einen Extralacher zu erzeugen. Zu einem Zeitpunkt während der Routine legte er nämlich den Beutel mit dem Ei darin auf den Kopf des Herren, der dazu aufstehen mußte. Für die Zuschauer ein amüsantes Bild, das Steffien mit seinen lustigen Sprüchen entsprechend kommentierte. Gleichzeitig hatte er aber auch so die Gelegenheit, seine Hände deutlich leer zu zeigen. Zum Schluß ließ er seine Handgelenke festhalten und produzierte das Ei. | ||