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Frankreich ist Vielfalt. Während hierzulande die Zauberkünstler zwischen Comedy-Markt, Copperfield-Nachfolge und Cover-Zauberei herumirren und auf ihren Plakaten mit „garantiert witzig“ oder die „Showsensation“ werben müssen, gibt es in Frankreich den Poeten, den Illusionisten, den Zauberkünstler. Frankreich atmet irgendwie anders Kunst und Leben. Selbst Zinedine Zidane war irgendwie Künstler und sein zugegebenermaßen fauler Kopfstoß ein Kunstwerk für die Ewigkeit. | Frankreich ist Vielfalt. Während hierzulande die Zauberkünstler zwischen Comedy-Markt, Copperfield-Nachfolge und Cover-Zauberei herumirren und auf ihren Plakaten mit „garantiert witzig“ oder die „Showsensation“ werben müssen, gibt es in Frankreich den Poeten, den Illusionisten, den Zauberkünstler. Frankreich atmet irgendwie anders Kunst und Leben. Selbst Zinedine Zidane war irgendwie Künstler und sein zugegebenermaßen fauler Kopfstoß ein Kunstwerk für die Ewigkeit. | ||
Frankreich scheint auch künstlerisches Asyl zu sein – hier fühlt sich der österreichische Hasenkiller Wessely geborgen, hier wurde der belgische Geschichtenerzähler Brel heimisch und der italienische Umzugskünstler Braccetti oder die deutsche Sangesmaus Lemper erfolgreich. Frankreich gibt Asyl, wenn man denn französisch spricht. Wie ist es zu erklären, dass dieses Land, neben Dani Lary, Gaeton Bloom, James Hodges, Typen wie Yann Frisch oder Mikael Sanyel gebären kann. Es kann doch nicht alles am Vortänzer Patrick Sebastian liegen? | Frankreich scheint auch künstlerisches Asyl zu sein – hier fühlt sich der österreichische Hasenkiller Wessely geborgen, hier wurde der belgische Geschichtenerzähler Brel heimisch und der italienische Umzugskünstler Braccetti oder die deutsche Sangesmaus Lemper erfolgreich. Frankreich gibt Asyl, wenn man denn französisch spricht. Wie ist es zu erklären, dass dieses Land, neben Dani Lary, Gaeton Bloom, James Hodges, Typen wie [[Yann Frisch]] oder Mikael Sanyel gebären kann. Es kann doch nicht alles am Vortänzer Patrick Sebastian liegen? | ||
Während deutsche Zauberpräsidenten im Wesentlichen Grußworte von Siegfried & Roy und Ehrungen verlesen, sprach der französische Zauberpräsident in seiner Begrüßungsrede auf dem Kongress in Vannes von Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit und forderte Solidarität. Ein Manifest. | Während deutsche Zauberpräsidenten im Wesentlichen Grußworte von Siegfried & Roy und Ehrungen verlesen, sprach der französische Zauberpräsident in seiner Begrüßungsrede auf dem Kongress in Vannes von Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit und forderte Solidarität. Ein Manifest. | ||
Frankreich ist Vielfalt. Und Frankreich pflegt Kunst, hier vor allem die französische. Und was nicht französisch ist, wird französisch gemacht. Selbst Romy Schneider wurde ein französischer Star. | Frankreich ist Vielfalt. Und Frankreich pflegt Kunst, hier vor allem die französische. Und was nicht französisch ist, wird französisch gemacht. Selbst Romy Schneider wurde ein französischer Star. | ||
Frankreich hat Xavier. Sein Abendprogramm, sein Schattenorchester sind unglaublich. Magie! Gut, in Deutschland würden die Zauberer „zu wenig Tricks“ reklamieren. Xavier macht Tricks, ohne Ende. Man merkt es nur nicht. Denn sie kommen durch die Hintertür, passieren einfach, sie geschehen – in seiner wunderbaren Welt. Wenn er den Besen tanzen lässt oder Klarinette spielend durch die Luft fliegt, sind das Illusionen, die einfach passieren. | Frankreich hat Xavier. Sein Abendprogramm, sein Schattenorchester sind unglaublich. Magie! Gut, in Deutschland würden die Zauberer „zu wenig Tricks“ reklamieren. Xavier macht Tricks, ohne Ende. Man merkt es nur nicht. Denn sie kommen durch die Hintertür, passieren einfach, sie geschehen – in seiner wunderbaren Welt. Wenn er den Besen tanzen lässt oder Klarinette spielend durch die Luft fliegt, sind das Illusionen, die einfach passieren. | ||
Xavier kreiert Illusionen, eben nicht nur tricktechnisch, sondern auch durch Schattentheater oder wortloses Spiel. Xavier zaubert wunderbar. Dass er noch 5 Instrumente spielt, seine Musik selbst komponiert, den Diabolo beherrscht, mit 5 Bällen jongliert, tanzen kann, ein wunderbarer Mime ist und noch verdammt gut bei den Frauen ankommt, muss man als Kollege erst einmal verkraften. | Xavier kreiert Illusionen, eben nicht nur tricktechnisch, sondern auch durch Schattentheater oder wortloses Spiel. Xavier zaubert wunderbar. Dass er noch 5 Instrumente spielt, seine Musik selbst komponiert, den Diabolo beherrscht, mit 5 Bällen jongliert, tanzen kann, ein wunderbarer Mime ist und noch verdammt gut bei den Frauen ankommt, muss man als Kollege erst einmal verkraften. | ||
Xavier und ich hatten wunderbare Abende bei Rotwein und viel französischem Essen. Zusammen gebracht hat uns mein französischer Freund Serge Arrialh, der Xavier eine Art linke Hand ist, ihm beim Bau der Requisiten hilft, auch mal backstage die Xavier'schen Fernbedienungen betätigt und ihn seit frühestem Zauberdasein begleitet. Mit Xavier über unsere Arbeit zu philosophieren, zu diskutieren, zu brainstormen, ist wie ein französischer Rotwein, ein Rausch. | Xavier und ich hatten wunderbare Abende bei Rotwein und viel französischem Essen. Zusammen gebracht hat uns mein französischer Freund Serge Arrialh, der Xavier eine Art linke Hand ist, ihm beim Bau der Requisiten hilft, auch mal backstage die Xavier'schen Fernbedienungen betätigt und ihn seit frühestem Zauberdasein begleitet. Mit Xavier über unsere Arbeit zu philosophieren, zu diskutieren, zu brainstormen, ist wie ein französischer Rotwein, ein Rausch. | ||
Xavier ist im französischen Sinne ein ARTist, immer unterwegs, immer etwas in der Werkstatt, immer kreativ. Seine Interpretationen der dritten Hand, sein lebendiger Spiegel, seine magische Garcon-Szene sind künstlerische Schwergewichte voller Zauber, aber auch voller Originalität. Dass das alles technisch perfekt ist, merkt man bei der Leichtigkeit seines Spieles nicht. Schauen Sie sich bei YouTube Xaviers Arbeit an, Sie werden aus dem Staunen nicht herauskommen. | Xavier ist im französischen Sinne ein ARTist, immer unterwegs, immer etwas in der Werkstatt, immer kreativ. Seine Interpretationen der dritten Hand, sein lebendiger Spiegel, seine magische Garcon-Szene sind künstlerische Schwergewichte voller Zauber, aber auch voller Originalität. Dass das alles technisch perfekt ist, merkt man bei der Leichtigkeit seines Spieles nicht. Schauen Sie sich bei YouTube Xaviers Arbeit an, Sie werden aus dem Staunen nicht herauskommen. | ||