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The Mother of All Book Tests

Aus Zauber-Pedia
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The Mother of All Book Tests gilt als eines der einflussreichsten Buchtests der modernen Zauberkunst und insbesondere der Mentalzauberkunst.

Hergang

Das Kunststück ermöglicht es, dass ein Zuschauer in einem völlig normalen, umfangreichen Taschenbuch beliebig eine Seite aufschlägt und sich irgendein Wort merkt, welches der Vorführende anschließend scheinbar ohne jede Berührung des Buches korrekt benennt. Entscheidend ist dabei der Eindruck vollständiger Fairness: Das Buch ist lesbar, umfangreich, scheinbar nicht präpariert und darf – zumindest teilweise – sogar untersucht werden.

Das Kunststück

Im Kern handelt es sich um einen Any-Word-at-Any-Page-Buchtest. Der Zuschauer wählt frei: das Buch, die Seite, und das Wort.

Der Zauberkünstler erhält dennoch zuverlässig Kenntnis vom gewählten Wort. Die Methode beruht nicht auf klassischer Technik wie Forces, Seitenmarkierungen oder sichtbaren Promptern, sondern auf hochgradig raffinierter typografischer und struktureller Präparation des Buches. Diese ist so subtil, dass das Buch den Eindruck eines handelsüblichen Romans vermittelt und selbst bei flüchtiger Durchsicht keinen Verdacht erregt.

Erfinder und Entstehungszeit

Entwickelt wurde The Mother of All Book Tests von Ted Karmilovich. Bereits 1987 stellte Karmilovich sein Verfahren erstmals im exklusiven Kreis der New Yorker Mentalistengruppe „The Thirteen“ vor. Innerhalb dieses Zirkels galt der Buchtest sofort als Sensation, wurde jedoch bewusst nicht veröffentlicht, um seine Exklusivität zu bewahren.

Erst 1992 entschloss sich Karmilovich, das Kunststück einer größeren Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen. Die offizielle Veröffentlichung sorgte für erhebliches Aufsehen und markierte einen Wendepunkt in der Geschichte moderner Buchtests. Zeitgenossen beschrieben das Werk als „revolutionären Durchbruch“ und als Maßstab, an dem sich alle späteren Buchtests messen lassen mussten.

Historische Bedeutung

Obwohl es bereits zuvor zahlreiche Buchtests gab, gilt Teh Mother of All Book Tests als Zäsur. Es verband eine bis dahin unerreichte methodische Einfachheit mit maximaler Wirkung auf das Publikum. In der Rückschau wird sie häufig als der Moment beschrieben, in dem der Buchtest vom Nischenkunststück zum zentralen Werkzeug des modernen Mentalismus wurde. Die Veröffentlichung trug wesentlich dazu bei, dass Buchtests in den folgenden Jahrzehnten inflationär weiterentwickelt und variiert wurden – oft in direkter Anlehnung an Karmilovichs Prinzipien.

Quellen

  • Genii, 58. Jahrgang, Heft 10
  • Genii, 76. Jahrgang Heft 4, April 2013, Seite 23
  • Larry Becker: The Original Stunners, Seite 353 und 479