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Werner Ribka

Aus Zauber-Pedia
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Werner Ribka, um 1950

Werner Ribka (* 10. April im 19. oder 20. Jahrhundert; † im 20. Jahrhundert um oder nach 1970[1]) war ein deutscher Berufszauberkünstler.

Leben

Werner Ribka war ein deutscher Zauberkünstler, der insbesondere in Varietéspielplänen deutscher und internationaler Bühnen auftrat. In Programmfolgen mit Spitzenkünstlern wurde er häufig als letzter Künstler angekündigt. Seine Darbietungen fanden wiederholt Beachtung in der Presse.

Ribkas Programm basierte auf klassischen Kunststücken der Zauberkunst, die er in eigener Ausgestaltung präsentierte. Zu seinen bekannten Effekten gehörten unter anderem die Verwandlung eines Stocks in zwei sich vermehrende Tücher, das Hervorbringen mehrerer Ping-Pong-Bälle aus dem Mund, das Verschwinden einer Kerze, das Erscheinen eines Tuchs an deren Stelle, ein Kartenwasserfall sowie die Verwandlung einer zerknüllten Zeitung in einen Blumenstrauß. Weitere Bestandteile seines Programms waren das Verschlucken von Rasierklingen sowie ein Ringspiel mit verschiedenen Ver- und Entkettungen, darunter Figuren wie Schaukel, Rose und Uhrkette. Diese Kunststücke entsprachen etablierten Formen der Zauberkunst, unterschieden sich jedoch durch Ribkas individuelle Präsentation.

Ein charakteristisches Merkmal seiner Auftritte war eine ausgeprägte mimische und gestische Ausdrucksweise. Ribka trat teilweise ohne gesprochene Sprache auf und entwickelte eine eigene Form der nonverbalen Ansprache. Sein Auftreten war sorgfältig ausgearbeitet, und er verstand es, durch sein Spiel eine intensive Einbindung des Publikums zu erreichen.

Der erste intensivere Kontakt Ribkas mit der Zauberkunst ergab sich während des Zweiten Weltkriegs, als er vor Soldaten auftrat. In der Nachkriegszeit spielte er auch vor amerikanischem Publikum. Aufgrund begrenzter Englischkenntnisse trat er dort ebenfalls stumm auf, was der Verständlichkeit seiner Darbietung keinen Abbruch tat. Seine Auftritte wurden vom amerikanischen Publikum positiv aufgenommen.

Nach der Währungsumstellung wurde Ribka weiterhin engagiert, auch als sich die Situation für Zauberkünstler mit dem Aufkommen neuer Unterhaltungsformen veränderte. Er trat sowohl in kleineren Räumen als auch auf größeren Varietébühnen auf, die in Deutschland nach dem Krieg wieder entstanden. Dabei passte er seine Spielweise den jeweiligen räumlichen und publikumsspezifischen Gegebenheiten an. Er verfügte über ein Gespür dafür, seine Darbietung je nach Publikum unterschiedlich zu akzentuieren.

Ribkas Programm zeigte, dass nicht neuartige Effekte, sondern bewährte Kunststücke der Zauberkunst beim Publikum nachhaltige Wirkung erzielen konnten. Insbesondere das Ringspiel, ein vielfach beschriebenes und vorgeführtes Kunststück, gehörte zu den zentralen Elementen seines Repertoires. Seine Arbeitsweise verdeutlichte die Möglichkeit, traditionelle Inhalte der Zauberkunst durch individuelle Interpretation fortzuentwickeln.

1952 wurde Werner Ribka im Verein Magischer Zirkel von Deutschland aufgenommen.

Am 29. Juni wirkte Werner Ribka in einer Fernsehsendung mit.[2]

Quellen

  • Titelgeschichte in: Magie, 35. Jahrgang, Heft 9, September 1955

Nachweise

  1. Meldung über retournierte Post in: Magie, 57. Jahrgang, Heft 12, Dezember 1977, Seite 350
  2. Magie, 42. Jahrgang, Heft 10, Oktober 1962, Seite 283