Hugo Liebig

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Hugo Liebig (Zauberkästenhersteller), bl. 1930–1940.

Als Familienunternehmen hat Hugo Liebig rund ein Dutzend Zauberkästen produziert und selbst vertrieben. Die Deckelillustrationen zeigen eine recht einfache Gestaltung, die Anleitungshefte sind manchmal in Deutsch und Englisch verfasst worden.

Wirken

Hugo Liebig war ein deutscher Hersteller von Zauberkästen und kombinatorischen Spielmitteln, der vor allem in den 1930er und 1940er Jahren bis etwa 1950 tätig war. Die Firma produzierte Zauberkästen für Kinder und Jugendliche, die Zauberkunst mit Elementen aus Vexierspiel, Physik und Naturlehre verbanden. Die Erzeugnisse von Hugo Liebig sind heute vor allem als kulturhistorische Zeugnisse der Zauberkastenproduktion der Kriegs- und Nachkriegszeit von Bedeutung.

Geschichte und Einordnung

Über die Person Hugo Liebig selbst sind bislang nur wenige biografische Daten bekannt. Nach dem heutigen Forschungsstand handelte es sich bei der Firma um einen Spielwaren- und Lehrmittelhersteller, nicht um einen Bühnenzauberer oder professionellen Zauberkünstler.

Die Produktion lässt sich anhand erhaltener Exemplare sowie sprachlicher und gestalterischer Merkmale der Verpackungen überwiegend in die 1940er Jahre datieren. Diese zeitliche Einordnung wird durch die sachlich-funktionale Gestaltung, die zurückhaltende Farbgebung sowie durch die betonte pädagogische Ausrichtung der Inhalte gestützt.

Produkte

Das bekannteste Erzeugnis der Firma ist der unter der Bezeichnung „Der große Zauberkasten“ vertriebene Kasten. Dabei handelt es sich um einen Kasten mit Unterteilungen, der eine Vielzahl unterschiedlicher Spiel- und Zaubereffekte enthielt. Im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Herstellern lag der Schwerpunkt bei Hugo Liebig weniger auf der Präsentation professioneller Bühnenkunststücke als auf einer didaktisch orientierten Zusammenstellung bekannter Effekte.

Die Firma entwickelte keine eigenen neuartigen Zauberkunststücke, sondern griff auf traditionelle Prinzipien zurück, die teils bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt waren. Die Leistung bestand vor allem in der Zusammenstellung, der robusten Ausführung und der pädagogischen Rahmung der Inhalte.

Stellung innerhalb der Zauberkasten-Geschichte

Innerhalb der deutschen Zauberkastenproduktion nimmt Hugo Liebig eine mittlere Position ein. Während Hersteller wie Bartl oder Klingl teilweise einen deutlich stärkeren Bezug zur professionellen Zauberkunst aufwiesen, standen bei Hugo Liebig Bodenständigkeit und Lehrhaftigkeit im Vordergrund.

Quellen