Über 8 Millionen Aufrufe seit März 2014

Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine Mail.

Daniel Kehlmann

Aus Zauber-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
Daniel Kehlmann auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Daniel Kehlmann (* 13. Januar 1975 in München) ist ein deutsch-österreichischer[1] Schriftsteller. Er lebt in Wien und Berlin.

Daniel Kehlmann ist der Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler. Sein Großvater war der expressionistische Schriftsteller Eduard Kehlmann, der in Wien gelebt hatte. Dorthin zog die Familie im Jahr 1981, weil sein in Wien geborener Vater bis zum Umzug beruflich zwischen Wien und Deutschland pendelte. In Wien machte Kehlmann den Schulabschluss am Kollegium Kalksburg; er studierte dann Philosophie und Germanistik. Ein internationaler Erfolg wurde im Jahr 2003 sein fünftes Buch Ich und Kaminski.[2] Sein im Jahr 2005 erschienener Roman Die Vermessung der Welt wurde bei Kritik und Publikum zu einem der größten Erfolge der deutschen Nachkriegsliteratur.

2001 war Kehlmann Gastdozent für Poetik an der Universität Mainz; im Wintersemester 2005/06 hatte er die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und im Wintersemester 2006/07 die Poetikdozentur der Universität Göttingen inne. Zusammen mit Jonathan Franzen und Adam Haslett war Daniel Kehlmann Gast der Tübinger Poetik-Dozentur 2010. Im Dezember 2010 war er als sog. Literator Dozent für Weltliteratur am IK Morphomata der Universität Köln. Im Sommersemester 2012 hatte er eine Gastprofessur am German Department der New York University inne.[3] Im Sommersemester 2014 hielt er die Frankfurter Poetik-Vorlesungen an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Daniel Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur,[4] der Freien Akademie der Künste in Hamburg und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Daniel Kehlmann übt selbst auch einige Zauberkunststücke aus. Seine Faszination von der Zauberkunst hat er in dem Buch Beerholms Vorstellung verarbeitet.[5]

Veröffentlichungen

  • Beerholms Vorstellung. Roman. Deuticke Verlag, Wien 1997, ISBN 3-216-30290-3.
  • Unter der Sonne. Erzählungen. Deuticke, Wien 1998, ISBN 3-216-30363-2.
  • Mahlers Zeit. Roman. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-41078-4.
  • Der fernste Ort. Novelle. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-41265-5.
  • Ich und Kaminski. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-41395-3.
  • Die Vermessung der Welt. Roman. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3-498-03528-2
  • Wo ist Carlos Montúfar? Essays. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3-499-24139-0.
  • Diese sehr ernsten Scherze|Diese sehr ernsten Scherze. Poetikvorlesungen. Wallstein Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0145-0.
  • Requiem für einen Hund. Ein Gespräch (mit Sebastian Kleinschmidt). Matthes & Seitz, Berlin 2008, ISBN 978-3-88221-735-3.
  • Leo Richters Porträt]]. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2009, ISBN 978-3-499-25302-7.
  • Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2009, ISBN 978-3-498-03543-3.
  • Lob: Über Literatur. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2010, ISBN 978-3-498-03548-8.
  • F (Roman)|F. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2013, ISBN 978-3-498-03544-0.
  • Kommt, Geister. Frankfurter Poetikvorlesungen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 978-3-498-03570-9.
  • Du hättest gehen sollen, Erzählung. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2016, ISBN 978-3-498-03573-0.
  • Tyll, Roman. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2017, ISBN 978-3-498-03567-9.

Nachweise

  1. Er besitzt beide Staatsangehörigkeiten. Siehe Ulrich Weinzierl: Wenigstens einmal richtig gefeuert. In: Die Welt vom 28. Februar 2006.
  2. Volker Weidermann: Der Weltvermesser. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 18. September 2005.
  3. http://german.as.nyu.edu/page/poeticschair
  4. Mitgliedseintrag von Daniel Kehlmann bei der,Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, abgerufen am 11.10.17
  5. Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 9, Freitag 2. März 2018


Wikipedia-logo.png Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Daniel Kehlmann, der in der Wikipedia(de) veröffentlicht ist. Unter Versionen sind alle daran beteiligten Autoren aufgeführt..

Somit unterliegt auch dieser Artikel der Creative Commons Attribution-ShareAlike License