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Ray Gamble

Aus Zauber-Pedia
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Ray Gamble

Ray Gamble (* 26. August 1885; † 3. März 1972) war ein US-amerikanischer Unternehmer, Zauberkünstler, Sammler und Förderer der Zauberkunst. Er lebte in Tacoma im Bundesstaat Washington und war insbesondere durch seine Tätigkeit in verschiedenen Zauberorganisationen sowie als Stifter der Ray Gamble Trophy bekannt.

Leben

Ray Gamble wuchs als Waise auf. Während seiner Kindheit arbeitete er in Arizona als Erdbeerpflücker. Dort wurde sein Interesse an der Zauberkunst geweckt, nachdem sein Arbeitgeber scheinbar eine Münze unter einer Erdbeerpflanze hervorgezaubert hatte. Um das Geheimnis dieses Kunststücks zu erfahren, sparte Gamble so lange, bis er sich Howard Thurstons Zauberbuch kaufen konnte. Später lernte er Thurston persönlich kennen und erhielt von ihm ein Autogramm in diesem Buch. 1913 eröffnete Gamble in Tacoma einen Fischmarkt. Während dieser Zeit stellte er fest, dass Sägemehl Fischgerüche absorbierte. Aus dieser Beobachtung entwickelte sich die industrielle Nutzung von Holzmehl (wood flour), dessen Herstellung Gamble maßgeblich mitentwickelte. Holzmehl fand später unter anderem Verwendung in der Kunststoffindustrie, als Stabilisator für Sprengstoffe sowie in zahlreichen weiteren Industrie- und Konsumprodukten. Sein Unternehmen in Tacoma beschäftigte zeitweise rund 35 Mitarbeiter.

Ray Gamble wurde 86 Jahre alt.

Zauberkunst

Gamble war über viele Jahrzehnte in der amerikanischen Zauberkunst aktiv. Er war Mitglied der Society of American Magicians (Mitgliedsnummer 2471) und gehörte der San Francisco Assembly No. 2 an. Außerdem war er Präsident des I.B.M. Ring in Tacoma sowie der Pacific Coast Association of Magicians (PCAM).

In den 1960er Jahren besuchte er gemeinsam mit seiner Ehefrau den IBM Ring No. 115 in Singapur. Danach blieb er als einziges in Nordamerika lebendes beitragszahlendes Mitglied dieses Rings registriert.

Sein besonderes Interesse galt der Kartenzauberei, der Close-up-Zauberkunst und dem Würfelspiel. Er besaß eine Sammlung von Würfeln im Standardmaß von drei Viertel Zoll, darunter Exemplare aus Edel- und Halbedelsteinen, und entwickelte verschiedene eigene Kunststücke mit diesen Requisiten.

Zur Förderung der Kartenzauberkunst stiftete Gamble die Ray Gamble Trophy. Die Auszeichnung wurde für den besten improvisierten Karteneffekt verliehen, der mit einem ungeöffneten Kartenspiel vorgeführt werden musste. Später wurde die Trophäe vom IBM Ring No. 92 in Vancouver weitergeführt.

Sammler

Neben der Zauberkunst war Gamble ein leidenschaftlicher Sammler von Elefantenfiguren und -schnitzereien. Anlass für diese Sammlung war nach seinen Angaben ein Erlebnis mit einer kleinen Elefantenfigur, die er als Glücksbringer betrachtete. In den folgenden Jahren trug er mehr als 3.000 Elefanten aus unterschiedlichsten Materialien und Größen zusammen – von kleinen Taschenfiguren bis zu großen Skulpturen sowie kunstvoll mit Edelsteinen besetzten Exemplaren. Seine Sammlung galt zeitweise als die größte ihrer Art weltweit.

Sein Wohnhaus, das als „The Elephant House“ bekannt wurde, beherbergte die umfangreiche Sammlung und war zugleich ein beliebter Treffpunkt von Zauberkünstlern.

Quellen

  • Genii, Titelstory, 3. Jahrgang, Heft 7, März 1939, Seite 209
  • Frances Ireland: „Tacoma's Elephant Boy“, The Linking Ring, 28. Jahrgang, Nr. 3, März 1948, S. 27–29 und 103.