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Carola Kärcher

Aus Zauber-Pedia
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Carola Kärcher, 2026

Carola Kärcher (* 1987 in Darmstadt) ist eine deutsche Handschattentheater-Künstlerin. Sie arbeitet mit Handschatten, Lichtprojektionen und Schattentheaterformen und tritt mit eigenen Produktionen im deutschsprachigen Raum sowie international auf. Bekannt wurde sie insbesondere durch ihre Verbindung von Handschattentheater, Musik und erzählerischen Elementen.

Ausbildung und künstlerische Anfänge

Kärcher studierte Musik- und Erziehungswissenschaft. Nach dem Studium war sie musikalisch tätig und spielte im Tango-Ensemble Esquinas de Nuez. Darüber hinaus gründete sie die interdisziplinär arbeitende Zirkusgruppe Compagnie Xir, mit der unter anderem das Umweltstück „Im Strom“ entstand.

Bereits während dieser Zeit entwickelte sie erste Arbeiten im Bereich des Handschattentheaters. Nach eigenen Angaben wurde ihr Interesse an Schattenkunst bereits in der Kindheit geweckt, nachdem sie im Varieté eine Handschattendarbietung gesehen hatte, die sie rückblickend möglicherweise dem Künstler Bablu Mallick zuschreibt. Weitere Erfahrungen sammelte sie in der Arbeit mit Kinder- und Jugendzirkusprojekten.

Carola Kärcher ist 39 Jahre alt.

Künstlerisches Wirken

Kärchers Arbeiten verbinden Handschattentheater mit Musik, Erzählformen und visuellen Illusionen. Im Zentrum ihrer Aufführungen steht die Gestaltung von Figuren und Szenen ausschließlich oder überwiegend durch die Hände in Verbindung mit Licht und Leinwand. Neben Handschatten verwendet sie teilweise weitere Requisiten und musikalische Begleitung.

Ein größerer Bekanntheitsgrad ergab sich 2018 durch die Auszeichnung ihres ersten Handschattentheaterstücks beim Kleinkunstpreis Tübinger Fröschle, bei dem sie den zweiten Platz belegte. In der Folge erhielt sie verstärkt Einladungen zu Gastspielen und entwickelte ihre Tätigkeit als Bühnenkünstlerin weiter. Seither tritt sie mit unterschiedlichen Produktionen europaweit auf.

Zu ihren Arbeiten zählt das Stück Jean-Philippe – Ein Schatten aus Paris, das ursprünglich als längeres Bühnenstück konzipiert wurde und später mehrfach überarbeitet wurde. Darüber hinaus entwickelte Kärcher verschiedene Kurzprogramme sowie ein Kinderstück. Ihre Produktionen werden sowohl in Varieté- und Theaterkontexten als auch bei Konzertformaten gezeigt.

Im Bereich der Musiktheaterarbeit arbeitete sie unter anderem mit Orchestern zusammen, darunter Produktionen mit der WDR Philharmonie, bei denen Handschattentheater in orchestrale Aufführungen eingebunden wurde.

Künstlerische Arbeitsweise

Kärchers Handschattentheater zeichnet sich durch eine reduzierte Bühnensprache aus. Häufig arbeitet sie mit wenigen technischen Mitteln wie Lichtquelle, Leinwand und Handformationen. Nach eigenen Aussagen steht dabei weniger die technische Illusion als die erzählerische Wirkung und die Vorstellungskraft des Publikums im Mittelpunkt.

Die Entwicklung neuer Figuren und Szenen erfolgt nach eigener Beschreibung häufig über längere Zeiträume und wiederholte Überarbeitungen. Dabei entstehen einzelne Figuren teilweise über mehrere Jahre hinweg. In ihren Produktionen spielt Musik eine wichtige Rolle; sie wird als atmosphärisches Element eingesetzt und teilweise eigens komponiert oder in Zusammenarbeit mit Musikern entwickelt.

Weblinks / Quellen