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Zerteilen einer Person

Aus Zauber-Lexikon
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Horace Goldin

Das Zerteilen einer Person oder auch das Zersägen einer Person bezeichnet eine Groß-Illusion, bei der scheinbar eine lebende Person mit einer Säge oder Stahlblechen zerteil wird.

Geschichte

Eine erste Beschreibung, der zufolge ein Lebewesen zerteil und anschließend wieder Zusammengesetzt wird, findet man in dem bekannten Papyrus Westcar. Hier wird von dem Zauberünstler Dedi erzählt, der einer Gans den Kopf abtrennte und später wieder zusammefügte.

Als wirksame Bühnen-Illusion führte der britische Zauberkünstler P. T. Selbit im Mai 1921 öffentlich ein Kunststück vor, bei dem er eine Person in eine Kiste einschloss, die er anschließend mit einer Säge zerteitle. Bei seiner Version blieb jedoch der gesamte Körper den Blicken der Zuschaur verborgen.

Erweitert wurde das Kunststück kurz darauf von dem US-amerikanischen Zauberkünstler Horace Goldin, der zwar die zu zerteilende Person ebenfalls abdeckte, aber den Kopf und die Füße in voller Sicht ließ.

Eine weitere Steigerung erfuhr das Kunststück durch die Verwendung einer großen Kreissäge, die Goldin zu dem Kunststück einsetzte.

Versionen

Das Zerteilen einer Person hat viele weitere Varianten erfahren, dabei werden nicht nur Sägen eingesetzt, sondern auch große Stahlbleche. Der US-amerikanische Zauberkünstler Franz Harary kreierte eine Version, bei der die Assistentin in zehn Teile zerteilt wird.

Franz Harary

Bekannt wurde auch der Zauberkünstler Richiardi, Jr. mit einer besonders spektakulären Version: Er setzte eine elektrische Kreissäge ein, die er durch den Körper der Person führte und in der Mitte der Person verharren ließ. Anschließend bat er die Zuschauer nach und nach auf die Bühne, um sich selbst davon zu überzeugen, dass die Person zereilt worden war.

David Copperfield zeigte in einem TV-Special 1995 diese Illusion nur mit sich selbst. Er lag mit dem Bauch nach unten auf einer großem Tisch und war an den Händen und Füßen gefesselt. Über ihm befand sich ein riesiges Sägeblatt, das auf ihn nieder fiel und ihn zerteilte.

Palakt Copperfield, 1995

1997 zeigte der britsche Zauberkünstler Wayne Dobson eine Vorführung, die der von Copperfield sehr ähnlich war.

Wayne Dobson, 1997

Weblinks

Quellen

  • Jim Steinmeyer: (2003). Hiding the Elephant: How Magicians Invented the Impossible
  • Jochen Zmeck: Die Zersägte Jungfrau im Wandel der Zeiten, in: Kassette 3, Henschelverlag, Berlin 1979, S.110 ff.
  • Alexander Adrion: Die Kunst zu zaubern, DuMont Verlag, Köln, 1978, Seite 118 ff.