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Tonny van Dommelen

Aus Zauber-Lexikon
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Tonny van Dommelen; Foto: Elinor van Dommelen
Tonny van Dommelen; Foto: Elinor van Dommelen
Tonny van Dommelen 2003

Tonny van Dommelen (* 11. Juni 1927 in Amsterdam als Antoon Hendrik van Dommelen; † 6. Februar 2013 bei Magdeburg) war ein holländischer Zauberkünstler und Erfinder.

Leben

Tonny van Dommelen lernte das Zaubern von seinem Vater, der Barkeeper war und die Gäste mit Zauberkunststücken unterhielt. Er war das einzige Kind.

Mit 14 Jahren trat er zum ersten Mal öffentlich auf.

Nach der Mittleren Reife wurde Dommelen zunächst Vertreter, bis er 1954 die Zauberkunst zum Beruf machte.

Sein Markenzeichen waren Pokerchips, mit denen er manipulierte. Dazwischen erschienen immer wieder große mit Bier gefüllte Gläser. Mit seiner Darbietung Traum eines Croupiers errang er auf dem FISM-Weltkongress in Wien, 1958 den Grand-Prix-Sieg.

Oft wird er als Schüler von Henk Vermeyden bezeichnet, was jedoch nicht der Fall war. Er wurde von dem holländischen Zauberhändler Corvelo geschult. Da jedoch Henk Vermeyden seiner Zeit die holländische Zauberszene durch den Vorsitz bei der FISM mehr oder weniger beherrschte, willigte Dommelen ein, dass auch seine Name im Zusammenhang mit Schülern von Vermeyden genannt werden durfte.[1]

Ab 1988 zog er sich vom aktiven Berufsleben zurück. Er blieb jedoch der Zauberkunst verbunden und half, verschiedene Zauberkongresse mitzuorganisieren.

Privates

1959 heiratete er Elinor Loesner von Tempsky. 1962 wurde der gemeinsam Sohn Felix geboren. Ab 1970 lebten sie abwechselnd in Amsterdam und in einem alten Bauernhof in Friesland, den sie gekauft hatten. Aber 2000 lebten sie permanent in dem Hof. 2007 zog die Familie nach Deutschland, da der Sohn (Musiker) hier ein optimales Haus für seine Produktionen gefunden hatte.[2]

Preise

  • 1951: 1. Preis in Manipulation, Kongress Zwolle
  • 1954: 1. Preis in Manipulation, Groningen
  • 1958: Grand Prix, FISM-Kongress Wien
  • 1968: Ehrenpreis der Stadt Prag

Nachweise

  1. Persönliches Gespräch mit Elinor van Dommelen am 30. Mai 2014 in der Galerie-W mit Wittus Witt
  2. E-Mail Korrespondenz mit Elinor van Dommelen und W. Witt vom 6. und 7. Februar 2015