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One-Ahead

Aus Zauber-Pedia
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One-Ahead (Eins voraus) ist die Bezeichnung für ein Prinzip in der Zauberkunst, bei dem der Vorführer während einer Abfolge mehrerer Schritte zum Gelingen eines Zauberkunststückes dem Zuschauer jeweils um einen Schriftt voraus ist.

Geschichte

Das Prinzip ist bereits seit dem Jahr 1693 bekannt. Hier wird es von Jacques Ozanam in seinem Werk Récréations mathématiques et physiques erwähnt.

In der Zauberkunst wird der Ausdruck „One-Ahead“ seit 1930 verwendet. In diesem Jahr veröffentlichte Joe Berg sein Buch Here’s is Magic, in dem er das „one ahead-System“ beschrieb.[1] Später beschrieb Theo Annemann in seinem Periodikum The Jinx Nr. 9 eine „one ahead“ Routine.

Anwendungsbeispiel

Der Zauberkünstler verteilt wahllos Spielkarten auf dem Tisch. Die Rückseiten der Karten schauen nach oben. Dabei merkt er sich heimlich eine der Spielkarten und deren Lage. Nun bittet er einen Zuschauer, er möge auf irgendeine Spielkarte spontan tippen. Der Zauberkünstler nennt die zuvor gemerkte Karte und behauptet, die vom Zuschauer gewählte sei genau diese. Ohne die Karte jedoch zu zeigen nimmt der Zauberer die Karte auf und behält sie in seiner Hand. Nun kennt er den Wert dieser Karte. Er bittet einen weiteren Zuschauer auf irgendeine Karte zu deuten und behauptet danach, es sei die "Sowieso" Karte, wobei er den Wert der zuvor aufgenommen Karten nennt. Dieses Spiel wird noch einmal oder auch mehrmals wiederholt. Immer wieder behauptet de Zauberkünstler, er wüsste um welche Karte es sich handele, die ein Zuschauer gerade gewählt hat. Zum Schluss nennt der Zauberer den Wert der letzten Karte und nimmt die Karte auf, die er sich ganz zu Anfang gemerkt hatte. Nun stimmen alle genannten Karten mit denen in der Hand des Zauberers überein. Er war damit jeweils einen Schritt weiter als die Zuschauer.

Nachweise

  1. Whaley's Encyclopedic Dictionary of Magic, Bart Whaley, Jeff Busby, 1989, Seite 482