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Olympia

Aus Zauber-Lexikon
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Die Fassade des Olympia
Im Programm:Otto Wessely
Plakat Zauberveranstaltung mit Dominique Webb, 1973
  • Informationen aus der deutschen Wikipedi

Das Olympia ist eine Music Hall am Boulevard des Capucines im 9. Arrondissement (Paris)|9. Arrondissement von Paris.

Das erste Olympia

1888 von Joseph Oller (dem Gründer des Moulin Rouge) errichtet, ist das Olympia die älteste noch existierende Music Hall von Paris. Der Konzertsaal wurde am 12. April 1889 unter dem Namen Montagnes Russes (Achterbahn) eröffnet, bald aber in Olympia umbenannt. Heute erkennt man leicht die großen, weißen Buchstaben auf rotem Grund an der Fassade von 1893, über dem Eingang.

Neben Musik und Gesang fanden eine große Anzahl weiterer Veranstaltungen statt, Zirkusse traten auf, Ballett und Operetten wurden hier inszeniert. Als jedoch die Zeit der großen Stars vorüber war, wurde der Saal 1929 in ein profitables Kino umgewandelt.

Das Olympia von Bruno Coquatrix

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Bruno Coquatrix 1952 das Olympia und stellte es wieder her. Der Veranstaltungsraum wurde am 5. Februar 1954 wieder eingeweiht, nachdem er 25 Jahre lang ungenutzt geblieben war. Bei dieser Gelegenheit gab Gilbert Bécaud als Vorkünstler für Lucienne Delyle zum ersten Mal eine beeindruckende Vorstellung im Olympia. In der Folgezeit traten hier alle berühmten Weltstars auf. Édith Piaf erlangte ab Januar 1955 durch ihre regelmäßigen Auftritte bis Oktober 1962 Weltruhm, insbesondere der dreimonatige Auftritt 1958 blieb in Erinnerung. Von 5 ihrer dortigen Auftritte gibt es Live-Mitschnitte.

Vierzig Jahre später war das Gebäude vom Abriss bedroht. An seiner Stelle sollte ein Parkhaus entstehen, doch am 7. Januar 1993 erklärte der französische Ministerium für Kultur und Kommunikation|Kulturminister Jack Lang das Olympia zum Nationalen Kulturerbe. In der Folge wurden in zweijähriger Bautätigkeit die Fassade und das prunkvolle, rote Interieur restauriert.

Zauberkunst im Olympia

Das Olympia war für viele Zauberkünstler oftmals Sprungbrett zu einer internationalen Karriere. In den 1970er und 1980er Jahren wurden häufig komplette Zaubervorstellungen aus dem Olympia im Fernsehen übertragen.

Zauberkünstler im Olympia

Literatur

  • Jean-Michel Boris, Jean-François Brieu, Eric Didi: Olympia Bruno Coquatrix, 50 ans de Music-Hall, 2003, Editions Hors Collection, ISBN 2-258-06234-9
  • Paulette Coquatrix: Mes noces d’or avec l’Olympia, Bordeaux, Le Castor Astral
  • Jeanne Tallon: J’étais ouvreuse à l’Olympia, 2004, Paris, Editions Fayard, ISBN 2-213-61839-9