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Max Berol

Aus Zauber-Lexikon
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Max Berol

Max Berol (* 21. Januar 1868 in Berlin als Max Buldermann; † 25. März 1930 ebenda) war ein deutscher Zauber- und Gedächtniskünstler. Er trat auch unter dem Namen Konorah auf.

Leben

Der Mnemotechniker, Hellseher, Zahlenexperimentator und Zauberkünstler, der im Alter von 15 Jahren in die USA ausgewandert war, trat mit seiner Frau ab 1888 zunächst unter dem Namen Berol und Nora Belmonte auf. 1892 erfand er eine Methode, die als Telepathie ohne Sprechen bekannt ist, 1898 das „Mene Tekel Brett“.

1899 bereiste er – zusammen mit seinem Bruder William – Europa und gastierte in den USA und Japan.

Am 19. Dezember 1904 wurde er zum ersten hauptamtlichen Präsidenten der Internationalen Artistenloge (IAL) gewählt, die unter seiner Leitung zum Vorbild für alle Artistengewerkschaften der Welt wurde. (1905 gründeten die Engländer die Variety Artists Federation, die sich dann der IAL anschloß; kurze Zeit darauf erfolgte der Anschluss der White Rats aus den USA).

Auf dem Gründungskongress der ersten Weltliga der Artisten-Organisation 1911 in Paris führte Berol den Vorsitz; 1912 erfolgte der Anschluss an das Bühnenkartell. 1914 initiierte er die erste Varieté-Ausstellung (Mai bis Juni 1914 in den Ausstellungshallen am Zoo in Berlin). 1918 war er Führer der Front der Artisten gegen die Unternehmer. 1923 und 1925 reiste er in die UdSSR zu Kongressen der sowjetischen Artistengewerkschaft RABIS und begründete den ersten zwischenstaatlichen Artistenaustausch, der ab Herbst 1923 viele deutsche Künstler in die Circusse der Sowjetunion vermittelte. Berol war auch Initiator der ersten Varieté-Ausstellung, die vom 9. bis 3. Juni 1914 in den großen Ausstellungshallen am Zoo in Berlin gezeigt wurde.

Literatur

  • Berol-Konorah, M.: 25 Jahre Internationale Artistenloge. Freigewerkschaftlicher Zentralverband der Spezialitätenkünstler vom Varieté, Zirkus und Kabarett. Berlin 1926
  • Das Programm, 30. März 1930
  • Das Programm, 6. April 1930
  • Das Programm, 25. November 1934

Quellen