Über 6,5 Millionen Aufrufe seit März 2014 · Ziel für 2019: Über 3 000 Biografien

Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine Mail.

John Henry Anderson

Aus Zauber-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Schottischen Künstler John Henry Anderson, zu anderen Namensträgern siehe Anderson (Begriffsklärung).
John Henry Anderson

John Henry Anderson (* 16. Juli 1814 in Craigmyle, Aberdeenshire, Schottland, als John Anderson; † 3. Februar 1874 in Darlington, England) war ein schottischer Zauberkünstler, Erfinder und Autor.


Leben

Er war das älteste von insgesamt sieben Kindern. Beeinflusst von der eigenwilligen schottischen Landschaft wuchs der junge Anderson bereits als kleiner Junge mit einem Hang zum Mystischen auf. Mit zehn Jahren wurde er Waise und musste sich um seine Geschwister kümmern. [1] Mit 16 schloss er sich einer Schauspielertruppe an, die er jedoch schon ein Jahr später verließ, um als Zauberkünstler aufzutreten. 1837 gastierte er auf dem Schloss von Lord Panmure, der von ihm derart begeistert war, dass er ihm einen Referenzbrief schrieb, der für die folgende Kariere von Anderson ausschlaggebend war. [2] Er startete eine drei Jahre dauernde Tournee durch Schottland und England. 1840 ging er nach London und trat im New Strand Theatre auf. In dieser Zeit erhielt er seinen Beinamen: The Great Wizard of The North.

Zu den bekanntesten Kunststücken von Anderson gehörte der Kugelfang: eine gekennzeichnete Gewehrkugel wird auf ihn abgefeuert, die er jedoch scheinbar mit dem Mund auffängt.[3] 1849 gastierte er vor Queen Victoria und Prince Albert. Anschließend tourte er durch Amerika, Kanada, Australien und Hawaii.[4]

1854 gab Anderson eine Abschiedsvorstellung in Aberdeen, die jedoch so erfolgreich war, dass er sich entschloss, weiter aufzutreten.

Er war ein engagierte Aufklärer von spiritistischen Phänomenen und entlarvte etliche Betrüger.[5]

Verdienst

Andersons Auftritten in Theatern ist es zu verdanken, dass sich die Zauberkunst von der Straßenkunst zur Bühnenkunst entwickeln konnte. Oftmals wird dieses Verdienst dem Franzosen Jean Eugène Robert-Houdin zugeschrieben, der jedoch nachweislich erst 1845 begann, in Theatern zu spielen.

Veröffentlichung

  • The Fashionable Science of Parlour Magic, John Henry Anderson, um 1800, mehrere Auflagen, nachgewiesen sind Auflagen von 1841 und 1843.

Nachweise

  1. The Great Wizard of The North, Constanze Pole Bayer, 1990, Kapitel 1
  2. The Great Wizard of The North, Constanze Pole Bayer, 1990, Kapitel 3
  3. The Illustrated History of Magic, Milbourne Christopher, 1973, ISBN 0-690-43165-1
  4. The Great Illusionists, Edwin A. Dawes, 1979, ISBN 0-7153-7773-6
  5. Panorama of Magic, Milbourne Christopher, 1962, ISBN 0-386-20774-9