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Harold Rice

Aus Zauber-Lexikon
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Harold Rice; Foto: Ruth Crone

Harold Rice (* 22. Mai 1912 in Salineville, Ohio, USA; † 10. Juli 1987) war ein US-amerikanischer Zauberkünstler und Gründer der Silk King Studios, die sich besonders mit der Herstellung von speziellen Seidentüchern für Zauberkunststücke beschäftigten.

Leben

Als Harold Rice 12 Jahre alt war, fand er auf der Rückseite eines Comic-Heftes einen Werbegutschein für Zaubertricks. Seine Begeisterung war geweckt. Schon bald danach entdeckte Harold Rice seine Vorliebe, mit Tüchern zu zaubern. Auf sie konnte er sein zweites Talent, das Zeichnen, anwenden und damit kunstvolles Design auf die Tücher bringen, mit denen er seine Vorstellungen jeweils beschloss. Auch während seines Studiums an der „University of Cincinnati College of Design“ betrieb er ausführlich sein Hobby und trat öffentlich auf. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte Harold R. Rice die Zauberkunst für das Rote Kreuz therapeutisch bei Verwundeten ein, die Schwierigkeiten mit ihrer Motorik zeigten.

  • 1929 gründete Harold R. Rice in Cincinnati sein „Silk King Studio“, in dem er hochwertige Seidentücher mit grafisch ansprechenden Mustern herstellte.
  • 1937 heiratete er Thelma Ryle, die auch auf der Bühne und im Geschäft seine Partnerin wurde. Harold R. Rice veröffentlichte zahlreiche Kunststücke mit Tüchern. Die Beschreibungen stammten allesamt von ihm selbst, der sie hauptsächlich zeichnete, da er der Überzeugung war, dass Zauberkunst an keine Sprache gebunden sei. Somit konnten seine Zauberkunststücke von Amerikanern wie auch z. B. Chinesen verstanden werden, ohne ein Wort Englisch zu können.
  • Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums und Promotion (1944) wurde Harold R. Rice 1963 zum Dekan der „Columbia Universität“ ernannt und blieb es bis zu seiner Pensionierung 1978. Danach wurde er zum „Dean Emeritus“ ernannt.
  • Harold R. Rice war Mitbegründer der „Magic Dealers Association“ und stand ihr mehrere Jahre als Präsident vor. Von 1940 bis 1946 war er Schriftführer der Zaubervereinigung I.B.M. (International Brotherhood of Magicians). In den Jahren 1948 bis 1962 er­schienen seine bis heute unerreichten Standardwerke zur Zauberkunst mit Tüchern unter dem Titel: Rice's Encyclopedia of Silk Magic Vol. 1, Vol. 2 und Vol. 3.

Alle drei Bücher – mit jeweils rund 500 Seiten und insgesamt über 6000 Illustrationen – wurden von dem kanadischen Grafiker und Zauberkünstler Francis B. Martineau (1922 – 2012) illustriert und handgeschrieben. Das Studio wird heute von seiner Tochter Ruth Rice Crone weitergeführt. [1]

Auszeichnungen

Nachweise

  1. Magische Welt, Heft 1, 61. Jahrg. 2012