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Handschattenspiel

Aus Zauber-Lexikon
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Eine Grundform des Handschattenspiels
Der australische Zauberkünstler und Handschattenkünstler Raymond Crowe bildet das Logo der FISM als Schattenbild

Das Handschattenspiel beschreibt eine Kunst, bei der Schatten auf eine Leinwand projiziert werden, die Figuren und Silhouetten darstellen, die durch Hände in spezieller Haltung vor einer Lichtquelle erzeugt werden. Die so entstandenen Bilder erinnern an Schattenrisse und Scherenschnitte.

Beschreibung

Das Handschattenspiel ist eine Form des Schattenspiels und vereint die Kunst der Schattenrisse und des Scherenschnittes[1]

Beim Handschattenspiel werden jedoch die Silhouetten ausschließlich mit den Händen vor einer Lichtquelle geformt. Dadurch können sie auch „lebendig“ werden, z. B. mit Augen und Mund, die sich bewegen.

Das Handschattenspiel gehört heute zum Bereich der Zauberkunst.

Geschichte

Der spanischer Zauberkünstler Frizzo gilt als erster Handschatten-Künstler, der diese Kunst auf der Bühne bekannt gemacht hat. Der Franzose Félicien Trewey erweiterte das Spiel und kreierte 300 verschiedene Schatten mit seinen Händen.[2]

Literatur

  • Mills, Winifred H und M. Dunn, Shadow Plays and how to produce them, 1938
  • Bursill, Henry, Hand Shadows to be thrown upon the wall, 1859
  • Trewey, Félicien, The Art of Shadowgraphy – How it is done by Felicien Trewey, 1920
  • Bill Severn's Shadow Magic, 1959

Bekannte Handschattenkünstler

Nachweise

  1. Ernst Biesalski: Scherenschnitt und Schattenrisse. Kleine Geschichte der Silhouettenkunst. Callwey Verlag, München 1964.
  2. Hilliar, William J., Modern Magician’s Hand Book, 1902, Seite 412
  3. Goldston, Will, Great Tricks Revealed, 1935, Seite 8
  4. Steinmeyer, Jim, Hiding the Elephant, 2003, Seite 120
  5. Steinmeyer, Jim, The Last Greatest Magician in the World, 2011, Seite 173
  6. Close, Michael, in M-U-M, No. 4. 102. Jahrgang, September 2012, Seite 6