Über 6,5 Millionen Aufrufe seit März 2014 · Ziel für 2019: Über 3 000 Biografien

Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine Mail.

Cagliostro

Aus Zauber-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cagliostro in Die Zauberwelt, Heft 9, 1896

Cagliostro (* 8. Juni 1743 in Palerma, Italien als Giuseppe Balsamo; † 26. August 1795 in Rom) war ein italienischer Zauberkünstler und Scharlatan.

Leben

Nach dem Tode seines Vaters kam er mit 13 Jahren in ein Kloster, in dem er jedoch nicht lange blieb. Er zog zu seinem Onkel nach Palermo. Hier begann er sich für das Zeichnen zu interessieren, aber verübte nebenher schon Gaunereien und Betrügereien, so dass er nach einer gewissen Zeit Palermo verlassen musste. Seine Reisen führten ihn nach Griechenland, Ägypten und Asien. Während dieser Reisen legte er sich den Namen Cagliostro zu.
Mit etwa 30 Jahren lebte er in Rom und heiratete hier das Dienstmädchen eines Gürtelers, Lorenza Feliciani, mit der er ab 1771 auf Reisen nach London, Paris und in die Niederland fuhr. Auch in Deutschland machte er Station. Seinen Lebensunterhalt bestritt er vornehmlich mit dem Verkauf von Lebenstinkturen, Universalessenzen und Schönheitswasser. Später verlegte er sich auf das Goldmachen und die Geisterbeschwörung. All diese Unternehmungen blieben jedoch weitgehend erfolglols.
Dies änderte sich erst, als er 1776 zum zweiten Mal London besuchte. Hier begann seine großartige Lebensepoche. Nun nannte er sich Graf Cagliostro. Er gründete eine eigene Freimaurerloge, die er "Ägyptische Maurerei" nannte und die ihm als Deckmantal für seine Tätigikeit als Wunderdoktor und Alchimisten diente. Die Menschen waren von seinem Treiben fasziniert und feierten ihn regelrecht.
In Paris wendete sich jedoch das Blatt, da er in einen kriminellen Handel verwickelt wurde. Auch wenn man ihm keine Mittäterschaft nachweisen konnte, wurde er dennoch 1786 aus Frankreich verbannt.
Er ging zurück nach Rom, wo er in die Hände der Inquisition geriet und schließlich unter erbärmlichen Umständen starb.
In seinen Glanzzeiten reiste er mit einem Stab von Dienern und Dienerinnen wie ein Fürst durh die Länder und trug stets prachtvolle Gewänder.

Literatur

  • Das schillernde Leben Cagliostros lieferte den Stoff für das Romanfragment Der Geisterseher von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethes Werk Der Groß-Kophta.
  • Elisa von der Recke verfasste 1787 die aufklärerische Streitschrift „Nachricht von des berühmten Cagliostro Aufenthalt in Mitau im Jahre 1779 und dessen magischen Operationen“ als ihr Hauptwerk. [1]
  • Michael Schneider (Autor der Novelle Das Spiegelkabinett) veröffentlichte 2008 Das Geheimnis des Cagliostro, Roman,

Quelle

  • Die Zauberwelt, Heft 9, 2. Jahrgang, Seite 129 ff.

Nachweise

  1. Wikipedia