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Alois Groasser

Aus Zauber-Lexikon
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Alois Groasser
Alois Groasser in einer Fotomontage

Alois Groasser (* 20. November 1895 in Mannheim; † 14. August 1981 ebenda) war ein deutscher Zauberkünstler, der unter dem Bühnennamen Groasser-Bellachini auftrat.

Leben und Wirken

Ursprünglich sollte Alois Groasser einen kaufmännischen Beruf erlernen. Aber als eines Tages ein Zirkus in seiner Heimatstadt gastierte, packte ihn das Künstlerfieber und er schloss sich dem Zirkus an. Hier erlernte er zunächst das Reiten und das Gehen auf einem Drahtseil, ebenso das Jonglieren. Ab 1914 ging er in die Lehre bei dem Zauberkünstler Rudolf Kostolani aus Belgrad, aber noch war er nicht besonders an der Zauberkunst interessiert. Das änderte sich, als er nach einer Kriegsverletzung seinen Artistenberuf nicht mehr ausüben konnte. Er besann sich auf die Zauberkunst. Er erinnerte sich an die Zeit mit Kostolani, von dem er etliche Kunststücke und deren Geheimnisse erlernt hatte.

Groasser stellte ein Zauberprogramm zusammen, mit dem er seine Kameraden im Lazarett unterhielt.

Nach dem Ersten Weltkrieg stellte er abermals ein Zauberprogramm zusammen, mit dem er nun öffentlich auftrat. Er reiste mit vier Assistenten und 35 Zentnern Requisiten.[1]

1921 entwickelte er seine eigenen Version des Kunststückes „Die Fluchtkiste“, dessen Konstruktion ihm nicht bekannt war. Er nannte diese Groß-Illusion Saratoga-Koffer.

1929 hatte er wohl als erster Zauberkünstler die Idee, ein Auto auf der Bühne verschwinden zu lassen. Er zeigte diese Illusion im Pfalzbau in Ludwigshafen.[2]

Für die Ufa-Theater stellte er ein spezielles Programm zusammen und trat unter dem Namen Groasser-Bellachini in allen deutschen Varietés auf.

Während des zweiten Weltkrieges fielen alle seine Requisiten einem Bombenangriff zum Opfer. Er begann nun von vorn. Nebenher betätigte er sich als Varieté-Unternehmer. In den 1960er Jahren führte er in Mannheim ein Kino.[3]

Kreationen

  • Saragota-Koffer, 1921

Quellen

  • Alois Groasser plaudert aus seinem Leben, Magie, Heft 11, November 1972, Seite 284 ff.
  • In Memoriam Alois Groasser, Nachruf in Magie, Heft 12, Dezember 1981, Seite 360

Nachweise

  1. Alois Groasser – 70 Jahre, in Magie, Heft 4, April 1966, Seite 110
  2. Alois Groasser – 70 Jahre, in Magie, Heft 4, April 1966, Seite 110
  3. Alois Groasser – 70 Jahre, in Magie, Heft 4, April 1966, Seite 110