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Alexander Heimbürger: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben und Wirken ==
 
== Leben und Wirken ==
Angeregt zur Zauberkunst wurde er durch ein Vorstellung von [[Ludwig Döbler]] und anderen Zauberkünstlern. Aber zunächst sollte er eine Lehre als Lithograph absolvieren. Diese gabe er jedoch frühzeitig auf und war danach bei einem Rechtsanwalt und Steuererheber tätig, um danach ein Studium der Physik aufzunehmen.  
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Angeregt zur Zauberkunst wurde er durch ein Vorstellung von [[Ludwig Döbler]] und anderen Zauberkünstlern. Aber zunächst sollte er eine Lehre als Lithograph absolvieren. Diese gab er jedoch frühzeitig auf und war danach bei einem Rechtsanwalt und Steuererheber tätig, um danach ein Studium der Physik aufzunehmen.  
 
Per Zufall lernte er den Zauberkünstler ''Professoer Becker'' kennen, bei dem er für kurze Zeit lernen durfte. <br>
 
Per Zufall lernte er den Zauberkünstler ''Professoer Becker'' kennen, bei dem er für kurze Zeit lernen durfte. <br>
 
Anfangs nannt er sich nur Alexander und begann, mit wenig Geld ausgestattet, auf eigene Faust zu reisen. Sein erstes Ziel war Hamburg, wo er abermals per Zufall die richtigen Verbindungen traf. Der Theaterdirektor Karl Töpfer unterstützte ihn und verhalf ihm den Zutritt zu den gehobenen Kreisen der Stadt.  So spielte Heimbürger u. a. eine Privatvorstellung im Hause von Salomon Heine, was seinen Ruf festigte. Er trat nun häufiger in Privatkreisen auf. <br>
 
Anfangs nannt er sich nur Alexander und begann, mit wenig Geld ausgestattet, auf eigene Faust zu reisen. Sein erstes Ziel war Hamburg, wo er abermals per Zufall die richtigen Verbindungen traf. Der Theaterdirektor Karl Töpfer unterstützte ihn und verhalf ihm den Zutritt zu den gehobenen Kreisen der Stadt.  So spielte Heimbürger u. a. eine Privatvorstellung im Hause von Salomon Heine, was seinen Ruf festigte. Er trat nun häufiger in Privatkreisen auf. <br>

Version vom 14. Dezember 2019, 07:41 Uhr

Aexander Heimbürger in der Zauberwelt, Heft 2, 3. Jahrgang, 1897
Das Zauberbuch, 1. Auflage
Das Zauberbuch, 5. Auflage

Alexander Heimbürger (* 4. Dezember 1819 in Münster als Johann Friedrich Alexander Heimbürger; † 25. Juli 1909 ebenda) war ein deutscher Zauberkünstler.

Leben und Wirken

Angeregt zur Zauberkunst wurde er durch ein Vorstellung von Ludwig Döbler und anderen Zauberkünstlern. Aber zunächst sollte er eine Lehre als Lithograph absolvieren. Diese gab er jedoch frühzeitig auf und war danach bei einem Rechtsanwalt und Steuererheber tätig, um danach ein Studium der Physik aufzunehmen. Per Zufall lernte er den Zauberkünstler Professoer Becker kennen, bei dem er für kurze Zeit lernen durfte.
Anfangs nannt er sich nur Alexander und begann, mit wenig Geld ausgestattet, auf eigene Faust zu reisen. Sein erstes Ziel war Hamburg, wo er abermals per Zufall die richtigen Verbindungen traf. Der Theaterdirektor Karl Töpfer unterstützte ihn und verhalf ihm den Zutritt zu den gehobenen Kreisen der Stadt. So spielte Heimbürger u. a. eine Privatvorstellung im Hause von Salomon Heine, was seinen Ruf festigte. Er trat nun häufiger in Privatkreisen auf.
1841 verließ er Hamburg und reiste nach Holstein und Mecklenburg wo er abermals gute Erfolge erzielen konnte.

1843 trat er im Alter von nur 23 Jahren eine Reise in die USA und nach Kanada an. Auch hier war ihm der Erfolg beschieden.

Seine weitere Reise brachte ihn nach Westindien und dann nach Mexiko. Besonders seine Auftritte in Rio de Janeiro wurden zu großen Erfolgen.

Nach einer längeren Krankheit kehrte er schließlich 1854 nach Münster zurück, wo er sich ein Haus einrichtete und sich zur Ruhe setzte.

1882 erschien im Verlag Coppenrath'sche Buchhandlung seine Autobiographie unter dem Titel Ein moderner Zauberer. 2019 kam eine Faksimileausgabe heraus.

Das von ihm bearbeitete Buch Das Zauberbuch, Illustrierte Taschenbücher für die Jugend, erlebte insgesamt 12 Auflagen.

Am 4. Dezember 2019, zum 200. Geburtstag, veranstaltete das Stadtmuseum Münster einen Gedenkabend zu Ehren Heimbürgers, auf dem ein Hörspiel von jungen Studenten über das Leben von Heimbürger vorgestellt wurde, das seitdem als Podcast in diversen Medien abrufbar ist.

Würdigung

  • Vom 29. Juni bis 20. September 2009 würdigte das Stadtmuseum Münster Alexander Heimbürger mit einer Sonderausstellung

Veröffentlichungen

Literatur

Winkler, Gisela und Dietmar: Das große Hokuspokus – Aus dem Leben berühmter Magier, Henschelverlag, Berlin 1981, Seite 64 ff.

Weblink

Quelle

  • Die Zauberwelt, Heft 3, 3. Jahrgang, 1897, S. 161 ff.