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Adolf Isenthal

Aus Zauber-Lexikon
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Adolf Isenthal, um 1920

Adolf Isenthal (* 31. Juli 1854 in Berlin; 30. Oktober 1920 ebenda) war ein deutscher Zauberkünstler.

Leben

Zu seinem 7. Geburtstag bekam Adolf Isenthal einen Zauberkasten und, im Bette liegend, zeigte ihm sein 5 Jahre älterer Bruder, wie er die kleinen Apparate zu behandeln habe.

Als er 8 Jahre alt war, gab er seinen ersten Vorstellungen für Mitschüler in seinem Elternhaus. Etwas später brachte ihm sein Bruder eine Methode zur Gedankenübertragung bei, mit der beide dann auch auftraten.

1871, mit 17 Jahren, trat Adolf Isenthal zum erten Mal vor einem größeren Kreis auf, was sehr erfolgreich war. Nun wurde er häufiger zu Privatfesten in Berlin eingeladen. 1877 wurde sein Freund Paul Napp sein Manager, der him half, in England aufzutreten, da Adolf Isentha den Wunsch hatte, mit der Zauberkunst die Welt kennenzulernen. Das erste Engagement fand in der Cambridge-Music-Hall in London statt.

Noch im selben Jahr reiste er in die USA. Er nahm von Southhampton ein Schiff nach Hobocken, um dann weiter nach New York zu reisen. Schon bald darauf erhielt er ein Engagement im Olympic-Theater in New York. Hier trat er unter dem Namen Adolfo Chivarelli auf. Bei einem seiner Auftritte lernte er Isidor Fuchs aus Berlin kennen, mit dem er kurz darauf gemeinsam auftrat. Später wurde aus Isidor Fuchs der bekannte Zauberkünstler Imro Fox.

Im Mai 1879 machte sich Adolf Isenthal auf, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Sein Geld reichte jedoch zunächst nur bis Havre, wo er in einem Hotel abstieg und hier Vorstellungen gab, die ihn wieder mit Geld versahen. Schließlich kam er Ende August 1879 wieder in Berlin an. Die Zauberkunst gab er als Haupberuf auf und wurde Kaufmann. Allerdings trat er noch bei manchen Wohltätigkeitsveranstaltungen mit auf.

Quellen

  • Magie, 2. Jahrgang, Heft 12, Juni 1920, Titelgeschichte